Glasner fliegt sechs monate vom asphalt: palace-coach ohne lizenz
Oliver Glasner muss das Lenkrad für 180 Tage loslassen. Der Crystal-Coach raste mit 47 km/h durch eine 32-Zone in South London – und das nicht zum ersten Mal. Das Gericht in Willesden verhängte sofort Fahrverbot plus 1.210 Euro Strafe und Nebenkosten.
Der blick zurück: warum der österreicher ständig zu schnell ist
Beamte hatten den BMW X5 des 51-Jährigen bereits im Juli 2025 geblitzt. Die Akte zeigt drei Vorverurteilungen wegen Tempo-Verstößen in den vergangenen vier Jahren. Juristen sprechen von einem „klassischen Wiederholungstäter“. Die Richterin ließ kein Einspruchsmercy gelten: „Wer Londoner Straßen zur Rennstrecke macht, verliert das Steuer.“
Glasner ließ schriftlich einräumen, dass er „die volle Verantwortung“ übernehme. Palace-Innenminister Mark Bright reagierte sofort: Club-Chauffeur für Auswärtsspiele ist ab sofort gebucht. Die Spieler witzelten im Gruppenchat über „Taxi-Olli“, doch die Leitung schickt eine klare Botschaft: Disziplin gilt auch außerhalb des Platzes.

Der zeitpunkt ist pikant
Nur wenige Wochen nach dem historischen FA-Cup-Sieg kündigte Glasner seinen Sommer-Abgang an. Die Enttäuschung über ein mageres Transferbudget soll der Grund sein. Nun muss er die restliche Saison ohne eigenes Auto planen – symbolisch für ein Trainer-Schicksal, das sich immer mehr dem Auslaufmodell nähert.
Die Busfahrer von South London winken ihm zur Begrüßung, wenn er in Zukunft auf der Route 21 zur Trainingsanlage sitzt. Glasner selbst schmunzelt nicht: „Ich nehme das Urteil an und werde daraus lernen.“ Die Frage ist nur, ob Palace noch lernt, bevor der Coach in Richtung Autobahn verschwindet – nur diesmal nicht am Steuer.
