Gislason verlängert: dhb-trainer führt handball-männer ins nächste jahrzehnt
Ein klarer Signal des Vertrauens: Alfred Gislason wird auch über die Heim-WM 2027 hinaus Bundestrainer der Handball-Männer. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat den Vertrag des Isländers vorzeitig bis 2028 verlängert, womit der Traum von Olympia 2028 in Los Angeles nun Realität werden kann. Die Entscheidung ist ein Paukenschlag und unterstreicht den Anspruch des DHB, mit Gislason weiterhin um Medaillen zu kämpfen.
Die mission geht weiter: gold ist das ziel
Nach Silber in Paris 2024 und Platz zwei bei der EM 2026 ist die Erwartungshaltung hoch. Gislason selbst drückte seine Freude über das Vertrauen aus: „Ich bin davon überzeugt, mit unseren Spielern den letzten Schritt gehen zu können.“ Die Aufgabe ist klar umrissen: Das DHB-Team soll endlich den ersten Titel seit dem EM-Triumph 2016 holen und sich als feste Größe im internationalen Handball etablieren. Die Dänen, amtierender Welt- und Europameister, stellen dabei die größte Herausforderung dar – ein Duell, das Gislason und seine Mannschaft in den kommenden Jahren immer wieder suchen werden.
Ingo Meckes, DHB-Sportvorstand, lobte Gislason als „beeindruckenden Trainer und verlässlichen Menschen“, während DHB-Präsident Andreas Michelmann ihn als „Fels in der Brandung“ bezeichnete. Diese Worte unterstreichen die Wertschätzung, die der erfahrene Coach im Verband genießt, trotz gelegentlicher Kritik an der Spielweise und Aufstellung des Teams.

Olympia-traum und die herausforderung der dänen
Für Gislason ist die Verlängerung mehr als nur ein Job: „Bundestrainer zu sein, ist mehr als ein Beruf“, betonte er. Der Traum von Olympia 2028, in der Stadt, in der er selbst als Spieler unter den Ringen stand, ist ein starker Motivator. Doch der Weg dorthin wird nicht einfach. Die jüngsten Testspiele gegen die skandinavischen Giganten endeten ebenfalls mit Niederlagen, was die Überlegenheit der Dänen einmal mehr verdeutlichte. Zwei weitere Jahre, um diesen Unterschied zu überwinden – eine gewaltige Aufgabe, aber mit der geballten Erfahrung und dem unbändigen Willen Gislasons durchaus machbar.
Seine Bilanz spricht für sich: Olympia-Silber 2024 und EM-Silber 2026 sind eindrucksvolle Belege für seine Arbeit. Und obwohl die Diskussionen um seine Zukunft nach der Heim-WM immer wieder aufkamen, hat sich Gislason stets für den Fortbestand seiner Mission ausgesprochen. Mit 66 Jahren brennt das Feuer noch immer – und das ist gut so, denn die Handball-Welt zählt auf das DHB-Team und seinen Trainer, um die nächsten Kapitel dieser spannenden Geschichte zu schreiben.
Die DHB-Spitze hat ihre Entscheidung getroffen, und Gislason hat die Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich diese Ära unter seiner Führung entwickeln wird. Die nächste große Chance kommt bereits im Januar 2027 mit der Heim-WM.
