Giro d'italia: piganzoli auf dem weg zum weißen trikot!

Alleghe – Davide Piganzoli vom Team Visma – Lease a Bike hat im Einzelzeitlauf auf der 19. Etappe des Giro d’Italia 2026 einen wichtigen Schritt in Richtung des Jungprofi-Trikots gemacht. Der Italiener landete auf dem achten Platz, während sein portugiesischer Rivale Afonso Eulálio deutliche Rückschläge hinnehmen musste. Die Spannung im Kampf um die Nachwuchswertung steigt vor der entscheidenden Etappe zum Piancavallo.

Piganzoli nutzt die chance im alleghe-zeitfahren

Piganzoli nutzt die chance im alleghe-zeitfahren

Während Jonas Vingegaard und das Team Visma – Lease a Bike sich primär auf die Gesamtkonkurrenz konzentrierten, konnte sich Piganzoli voll und ganz auf sein eigenes Ergebnis fokussieren. Die Entscheidung im Alleghe-Zeitfahren fiel zugunsten von Sepp Kuss aus, doch Piganzoli profitierte von Schwierigkeiten bei Eulálio. Der Portugiese, der bis dato als klarer Favorit für das weiße Trikot galt, verlor satte 1 Minute und 14 Sekunden auf den Azzurro, wodurch der Abstand zwischen den beiden nun lediglich noch bei 1 Minute und 3 Sekunden liegt.

Die Doppelanstieg zum Piancavallo wird entscheidend. Eulálio bewies bereits mehrfach seine Zähigkeit, doch Piganzoli scheint in Form zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie das Team Visma – Lease a Bike seine Strategie für die morgige Etappe gestalten wird. Wird man Piganzoli freie Bahn geben oder versuchen, dem portugiesischen Konkurrenten weiter unter Druck zu setzen?

„Im Finale war ich natürlich etwas erschöpft, aber das glaube ich für alle“, erklärte Piganzoli nach der Etappe. „Ich denke, es war ein gutes Ergebnis, und die Gefühle waren positiv. Hoffen wir, dass wir morgen genauso gut abschneiden können.“

Die italienischen Fans dürfen sich zudem Hoffnungen machen, nach Antonio Tiberis Sieg im Jahr 2024 endlich wieder einen jungen italienischen Fahrer im Kampf um die Nachwuchswertung zu sehen. Die letzte erfolgreiche Verteidigung des Jungprofi-Trikots durch einen Italiener datiert bereits von Fabio Arus Triumph im Jahr 2015 – eine lange Zeit, in der das italienische Radteam in dieser Disziplin zu kurz kam.

Die Aufgabe ist klar: Piganzoli muss morgen am Piancavallo alles geben, um seinen Vorteil weiter auszubauen und den Weg für den ersten italienischen Sieg in dieser Wertung seit über einem Jahrzehnt zu ebnen. Der Giro d’Italia hält weiterhin spannende Überraschungen bereit!