Giro d'italia: netcompany-ineos plantó la semilla del éxito – thomas revela planes ambiciosos

Chiavari – Der Jubel über Filippo Ganna’s souveränen Sieg im Zeitfahren ist kaum verklungen, da Geraint Thomas, neuer Sportdirektor von Netcompany-Ineos, bereits die Weichen für die Zukunft stellt. Der Brite, der in wenigen Tagen seinen 40. Geburtstag feiert, kündigte an, dass das Team zurück an die Spitze des Radsports will – und nannte gleich zwei Schlüsselspieler für diesen ambitionierten Plan.

Die rückkehr zur weltspitze: ein ehrgeiziges ziel

„Wir wollen wieder die beste Mannschaft der Welt sein“, erklärte Thomas in einem exklusiven Interview. Nach den Umstrukturierungen und Namensänderungen (von Ineos-Grenadiers zu Sky und nun Netcompany-Ineos) will das Team unter seiner Führung eine neue Ära einläuten. Thomas, der selbst als Fahrer mit dem Tour de France-Sieg 2018 zum Weltruhm gelangte, betont, dass die Mentalität eines Fahrers ihm bei seiner neuen Aufgabe helfen wird, die Bedürfnisse des Teams zu verstehen.

Die Verpflichtung von Netcompany als Sponsor ist dabei ein wichtiger Baustein. „Das ist Teil unseres Plans, um wieder an die Spitze zu fahren“, so Thomas. Ob die neue Partnerschaft auch die Ankunft von Jonas Vingegaard von Visma-Lease a Bike bedeutet? „Jonas fährt für Visma, ich kann dazu keine persönlichen Aussagen treffen. Aber wer würde ihn nicht gerne in seinem Team haben?“, antwortete Thomas ausweichend, während er die Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung des dänischen Superstars nicht ganz von der Hand wies.

Arensman im fokus, seixas im visier

Arensman im fokus, seixas im visier

Neben Vingegaard sieht Thomas vor allem in Thymen Arensman einen wichtigen Hoffnungsträger für die Zukunft. „Er hat letztes Jahr zwei Etappen bei der Tour de France gewonnen und ist dadurch noch selbstbewusster geworden. Wir setzen auf ihn für das Podium in Rom.“ Ein weiteres heißes Thema ist die Verpflichtung von Paul Seixas. „Er fährt aktuell für Decathlon, aber es gibt natürlich Gerüchte. Ich hoffe, er hat noch keinen Vertrag bei UAE unterschrieben! Sie sind ein sehr starkes Team, aber wir würden ihn auch gerne bei uns sehen. Man weiß nie…“

Thomas blickte zudem auf die gestrige Zeitfahrauswertung zurück, bei der er selbst mit Ganna eine Trainingsfahrt unternahm. „Das war das härteste Training seit meinem Rücktritt im September letzten Jahres!“, lobte er Ganna’s Leistung. Und weiter: „Ich erwarte, dass Vingegaard in der Bergwertung stärker sein wird, aber der Abstand zu ihm verringert sich. Vielleicht ist er noch nicht ganz fit, vielleicht baut er seine Form gerade auf.“

Filippo Ganna wird das Team auch in den kommenden Etappen unterstützen, wobei er in einigen Abschnitten die Freiheit haben wird, eigene Erfolge anzustreben. „Er wird in einigen Etappen die Mannschaft unterstützen, in anderen kann er sich selbst verwirklichen. Sein Heimrennen am Freitag wird er besonders ins Herz schließen.“

Die Frage, ob sich Geraint Thomas eines Tages den Titel des Weltmeisters im Zeitfahren zurückerobern wird, beantwortete er mit einem Augenzwinkern: „Das ist es, was ihn jeden Morgen aus dem Bett bringt. Er weiß, dass er gegen Remco Evenepoel antreten muss, der aerodynamisch sehr stark ist. Aber wenn er bei 100 Prozent ist und Remco bei 95 Prozent, dann hat er eine Chance.“

Die nächste Hürde für Netcompany-Ineos steht bereits am Samstag in Val d’Aosta an. Die italienische Radsport-Szene hält den Atem an – die Ambitionen von Geraint Thomas sind klar und deutlich formuliert.