Gimnàstic-affäre: gericht bestätigt erneut einheitsverbot

Ein jähes Ende für die Hoffnungen des Gimnàstic de Tarragona: Die Audiencia Provincial de Tarragona hat die Klage gegen die Schiedsrichter Eder Mallo Fernández und Alejandro Ojaos Valera erneut abgewiesen. Damit ist die Untersuchung wegen mutmaßlicher Fälschung von Dokumenten und Sportkorruption endgültig vom Tisch – ein Schlag für den katalanischen Verein, der sich in dieser Saison den Aufstieg in die Segunda División verkniffen musste.

Die beweislast fehlt: warum die anschuldigungen scheitern

Die beweislast fehlt: warum die anschuldigungen scheitern

Die Entscheidung des Gerichts stützt sich auf die Erkenntnis, dass es schlichtweg nicht genügend Beweise gibt, um die Vorwürfe des Nàstic zu untermauern. Die Anschuldigungen, die im Anschluss an das entscheidende Spiel im Juni 2024 erhoben wurden, scheinen im Sand verlaufen zu sein. Das Gericht wies insbesondere darauf hin, dass es keine Unvereinbarkeit zwischen dem offiziellen Schiedsrichterprotokoll und dem Bericht der Mossos d’Esquadra über die Vorfälle nach dem Spiel gibt.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Schiedsrichter und die Polizeibeamten befanden sich zu unterschiedlichen Zeiten im Stadion. Die Schiedsrichter erfassten Beschimpfungen und Schläge, die sie vom Spielfeldrand wahrnahmen, während die Polizei betonte, dass die Sicherheit jederzeit gewährleistet war. Die Tatsache, dass die Beteiligten identifiziert und dem lokalen Verein zugeordnet werden konnten, spielte dabei eine Rolle.

Die Korruptionsvorwürfe? Auch diese scheitern am Mangel an Beweisen. Die Berufung des Aufstiegs von Eder Mallo wird nicht mit dem Spiel in Verbindung gebracht. Gerichtliche Wertungen von Social-Media-Posts, Zeugenaussagen, einer Privatdetektiv-Aufnahme und einem Gutachten des ehemaligen Schiedsrichters Xavier Estrada Fernández wurden ebenfalls als irrelevant abgetan. Die Anspannung und mögliche Fehlentscheidungen im Verlauf eines so wichtigen Aufstiegsspiels werden als normal betrachtet.

Die Entscheidung ist ein deutliches Zeichen: Auch wenn die Emotionen hochkochten und die Fans ihre Zweifel äußerten, rechtfertigt dies noch lange keine strafrechtliche Verfolgung. Die Angelegenheit ist nun endgültig abgeschlossen, zumindest vor Gericht. Die Wunden im Lager des Gimnàstic de Tarragona werden jedoch noch lange nicht verheilt sein.