Gidsel entfesselt: 400-tore-traum wird zur realistischen bedrohung
Mathias Gidsel ballt die Faust, und die Handball-Welt hält den Atem an. Der Däne hat gerade Mikkel Hansen' Champions-League-Rekord pulverisiert – und könnte als Nächstes die 400-Tore-Marke in der Bundesliga sprengen. Die Bedingung: Er müsste endlich die Siebenmeter übernehmen.
261 Feldtore, null strafwürfe – das ist pure gier
Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht jeder Statistik. 261 Treffer in 29 Liga-Partien, allesamt aus dem Spiel heraus. Kein einziger Siebenmeter. Während Tobias Gröndahl und Tim Freihöfer sich an der Linie abwechseln, steht Gidsel daneben – und trifft trotzdem zwölfmal pro Spiel. Die Konkurrenten? Sie brauchen Strafwürfe, um mitzuhalten.
Die Füchse bekamen 146 Siebenmeter zugesprochen, verwandelten 110. Gröndahl trifft zu 76,2 %, Freihöfer zu 73,4 %. Solide, aber weit weg von Spitzenwerten wie Emil Jakobsen (84,15 %) oder Lukas Zerbe (81,69 %). Stellt euch vor, Gidsel würde dort seine Linkshand einsetzen. Seine Trefferquote aus dem Feld liegt bei 68,9 % – ein Wert, der auch an der Linie für Furore sorgen würde.

Rechnung ohne siebenmeter: 435 treffer wären drin
Die Mathematik ist gnadenlos. Bei gleichbleibender Quote würde Gidsel von 146 Strafwürfen 100 verwandeln. Addiert zu seinen 261 Feldtoren ergäben das 361 Zähler. Die restlichen fünf Saisonspiele? 64 weitere Treffer bei seinem Schnitt von 12,8 pro Partie. Resultat: 425 Tore. Und das ist die konservative Schätzung.
Der Rekord von Kyung-Shin Yoon (324/76 im Jahr 2001) wäre Geschichte. Marko Grgic' 301 Treffer der Vorsaison? Ein Fußnote. Selbst Mikkel Hansen' beste Marke von 241 Saisontoren würde um fast 200 übertroffen.
Die Füchse-Bosse schweigen zu dem Thema. Trainer Jaron Siewert betont, man wolle „die Rollen klar verteilen“. Doch intern ist man sich laut Insidern bewusst: „Wenn wir die WM-Pause nutzen und Mathias die Siebenmeter geben, könnte er die Liga sprengen.“

Gidsel selbst lacht – und lässt die bombe platzen
Nach dem 35:33 gegen Veszprem, als er mit acht Treffern den Rekord eintütete, wurde er gefragt, ob er sich an die Linie wagen wolle. Seine Antwort: „Ich spiele, wo der Trainer mich braucht. Aber ich schieße gern.“ Ein Satz, der in Berlin für Gesprächsstoff sorgt.
Die Konkurrenz ist gewarnt. Gidsel braucht keine Siebenmeter, um unschlagbar zu sein. Aber wenn er sie bekommt, wird aus einer Saisonsensation eine epische Demontage. Die 400-Tore-Schallmauer? Nur noch Formsache.
