Giannakopoulos: sperre nach ausraster – euroliga schlägt hart zu!
Dimitris Giannakopoulos, der umstrittene Eigentümer von Panathinaikos Athen, hat sich teuer erkaufen müssen. Seine Eskapade beim zweiten Playoff-Spiel gegen Valencia Basket hat eine empfindliche Strafe zur Folge: 10.000 Euro Geldbuße und eine Sperre von drei Spielen in der laufenden Euroliga-Saison. Ein Schlag ins Gesicht für den Griechen, der sich offenbar wiederholt nicht im Griff hat.
Die details der strafe: mehr als nur eine geldstrafe
Die Entscheidung des Einspruchsausschusses der Euroliga ist nachvollziehbar, wenn man die Vorgeschichte betrachtet. Giannakopoulos wurde bereits in der letzten Final Four in Abu Dhabi für fünf Spiele suspendiert, nachdem er sich ähnlich unsportlich verhalten hatte. Dieses Mal wird sein Fehlverhalten als „leichte“ Ordnungswidrigkeit eingestuft, die theoretisch mit einer Strafe von bis zu 30.000 Euro geahndet werden kann. Der Einspruchsausschuss wog jedoch ab, dass Giannakopoulos' Verhalten das Potenzial hatte, zu Gewalt zu führen – ein Aspekt, den man bei der Festlegung der Strafe nicht ignorieren konnte.
Was bedeutet das für Panathinaikos? Die Sperre für Giannakopoulos ist mehr als nur ein finanzielles Problem. Er wird in den kommenden Spielen nicht in der Halle sein können, was eine zusätzliche Belastung für das Team darstellt. Noch gravierender ist jedoch die Tatsache, dass er bei einer möglichen Final-Four-Teilnahme seines Teams – und Panathinaikos ist definitiv ein Anwärter – nicht dabei sein darf. Das OAKA Stadion, seine angestammte Heimat, wäre ihm versagt. Eine Demütigung für einen Mann, der es gewohnt ist, seinen Willen durchzusetzen.

Euroliga reagiert: normenkatalog soll missbrauch verhindern
Die Euroliga nimmt das Thema offenbar sehr ernst und plant, die Regeln für zukünftige Vorfälle zu verschärfen. Es wird eine Überarbeitung der Disziplinarordnung in Erwägung gezogen, um sicherzustellen, dass ähnliche Eskapaden in Zukunft nicht mehr vorkommen können. Die Liga will ein deutliches Signal senden, dass solches Verhalten nicht toleriert wird und die Integrität des Wettbewerbs schützen.
Giannakopoulos' Vermögen, das aus dem Familienimperium im Pharmabereich stammt, macht die Geldstrafe für ihn kaum spürbar. Doch die Sperre vom Besuch von Euroliga-Spielen, insbesondere in seiner eigenen Halle, ist für den stolzen und eigensinnigen Griechen eine deutlich größere Hürde. Ob er versuchen wird, diese Sperre zu umgehen? Die Frage lässt sich kaum anders beantworten, als mit einem trockenen Nicken. Ein Problem, das sich für die Euroliga und Panathinaikos abzeichnet.
Panathinaikos versuchte, die Situation herunterzuspielen, indem der Verein vor der offiziellen Strafe ein Statement herausgab, in dem er die Leistung von Valencia, dessen Sicherheitsdienst und die Atmosphäre in der Roig Arena kritisierte. Ein Versuch, die Schuld abzuwälzen, der jedoch vergeblich blieb. Die Strafe steht und Giannakopoulos muss die Konsequenzen tragen. Die Frage ist nun: Wird dieser Rückschlag ihn zur Besinnung bringen oder ihn noch weiter anheizen?
