Giannakopoulos randaliert: euroliga droht panathinaikos-boss mit arena-verbot
Dimitris Giannakopoulos ist ein Vulkan. Doch diesmal köpfte der Eigentümer von Panathinaikos so dicht an der Bank von Valencia, dass selbst die griechische Polizei eingreifen musste. Die Konsequenz: Die Euroliga eröffnete sofort ein Disziplinarverfahren. Ein Ausschluss aus der Final Four im eigenen OAKA droht.
Der vorfall: protest an der schreibtafel, stinkefinger an die fans
Es war Mitte des zweiten Viertels, als der Ball an Valencia vorbeirutschte. Giannakopoulos sprang auf, stürmte zur Anschreibetafel und beschimpfte die Offiziellen. Zehn Sekunden später schwenkte er drohend den Arm, fixierte die Tribüne und grinste. Die Lautsprecher heulten, die Gästefans buhten, das Spiel stockte. Pedro Martínez ballte die Faust: „Ein Präsident, der versucht, unsere Notation zu beeinflussen, ist einfach peinlich.“
Die Beamten, die sonst nur die Gänge kontrollieren, postierten sich prompt vor der VIP-Loge. Ergin Ataman, Trainer der Griechen, sparte nicht mit Dramatik: „Dreißig Jahre Basketball – ich habe noch nie gesehen, dass die Polizei unseren Präsidenten im Visier hat.“

Rekordstrafe steht bevor: mindestens fünf spiele sperre
Die unabhängige Euroliga-Competition Committee hat Giannakopoulos bereits in Abu Dhabi mit fünf Spielen Stadionverbot und Geldstrafe belegt. Wegen Wiederholung droht nun das Doppelte. Sollte Panathinaikos die Final Four erreichen, könnte er seine eigene Halle nicht betreten. Für einen Milliardär, der sich Strafen sonst mit einem Scheck vom Tisch wischt, wäre das ein Imageschock, der wehtut.
Die Liga signalisierte am Freitagabend: „Wir werden keine Provokateure dulden, die die Integrität des Spiels gefährden.“ Damit ist klar: Die nächste Sanktion kommt, sie wird hart, und sie trifft den Club dort, wo Giannakopoulos am empfindlichsten ist – vor eigenem Publikum.
