Ghedjemis: vom straßenfußball zum wm-debüt – ein algerischer traum!
Fares Ghedjemis, der Shootingstar von Frosinone, steht vor dem größten Auftritt seiner Karriere: der Fußball-Weltmeisterschaft. Seine Geschichte ist eine von harter Arbeit, unerschütterlichem Glauben und dem unbedingten Wunsch, seine Träume zu verwirklichen. Von den staubigen Straßen Chelles bis zu den internationalen Rasenflächen – Ghedjemis’ Weg ist ein Beweis dafür, dass Leidenschaft und Hingabe Berge versetzen können.
Ein kindheitstraum, der wirklichkeit wird
Schon als Kind wusste Fares Ghedjemis, was er werden wollte: Fußballer. “Ich hatte immer nur diesen einen Plan”, so der 27-Jährige. “Ich habe es meinen Lehrern gesagt, meinen Eltern – Fußball war alles, was ich kannte.” Seine Kindheit verbrachte er in Chelles, einem Vorort von Paris, wo er das Fußballspielen auf den Straßen lernte. Der Einfluss seines Vaters, einem ehemaligen Fußballspieler, war entscheidend für seine Entwicklung. Er wurde hart trainiert, erhielt früh die Grundlagen und entwickelte ein außergewöhnliches Talent.
Doch der Weg war nicht immer einfach. Nach einer kurzen Zeit beim Tennis entschied er sich endgültig für den Fußball, und der Transfer zu Rouen im Januar 2024 markierte einen Wendepunkt in seiner Karriere. Dort wurde er von Guido Angelozzi entdeckt, der sein Potenzial erkannte und ihn nach Frosinone lotsen ließ.
Die Saison mit Frosinone war schlichtweg herausragend: 15 Tore in 37 Spielen katapultierten nicht nur ihn selbst, sondern auch den gesamten Verein zurück in die Serie A. Die Leistungen waren so beeindruckend, dass Nationaltrainer Vladimir Petkovic ihn in den algerischen Kader berief – eine Ehre, die Ghedjemis tief bewegt.

Mehr als nur ein spieler: ein symbol für algerien
Für Ghedjemis bedeutet die Weltmeisterschaft weit mehr als nur ein Turnier. “Es ist das größte Ereignis der Welt”, sagt er voller Stolz. “Ich habe als Kind die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 verfolgt, als Algerien dabei war – das war ein unvergessliches Gefühl.” Seine algerischen Wurzeln sind ihm wichtig. Seine Mutter stammt aus Algerien, und er fühlt sich dem Land eng verbunden. “Ich bin stolz darauf, für mein Land zu spielen”, betont er.
Die Ähnlichkeit zu Zinédine Zidane, einem algerischen Fußballidol, kommt ihm sichtlich zu Gute. “Er ist der Inbegriff des Fußballs, eine Legende”, schwärmt Ghedjemis.

Teamgeist und dankbarkeit
Im Nationalteam Algeriens herrscht eine Atmosphäre der Kameradschaft und des gegenseitigen Respekts. “Wir sind wie eine Familie”, erklärt Ghedjemis. “Wir unterstützen uns alle, und es herrscht eine sehr angenehme Stimmung.” Er dankt insbesondere Präsident Maurizio Stirpe von Frosinone, Guido Angelozzi und dem damaligen Trainer Max D’Ornano für die Chance, sich zu beweisen. “Massimiliano Alvini hat mir viel gegeben”, so Ghedjemis. “Er hat mir geholfen, zu verstehen, was ich als Spieler und als Mensch erreichen kann.”
Sein schönstes Tor erzielte er gegen Südtirol – ein Kunstschuss, der perfekt seine spielerische Klasse widerspiegelt. “Es war ein Tor, das ich mir als Kind immer gewünscht habe”, erinnert er sich lächelnd.
Die Zukunft? “Zuerst konzentriere ich mich auf die Weltmeisterschaft. Wir müssen uns gut vorbereiten und dann sehen, was der nächste Schritt sein wird.”
Die Welt blickt gespannt auf Fares Ghedjemis. Ein Spieler, dessen Geschichte von Leidenschaft, Talent und dem unbändigen Glauben an den eigenen Traum erzählt. Und einer, der vielleicht bald die Weltmeisterschaft im Sturm erobern wird.
