Ghana krönt sich zum überraschungshelden – fifa-pfiffe im hintergrund!

Toronto bebte, zunächst vor Unmut, dann vor Jubel. Ghana sicherte sich in der Schlussphase einen knappen 1:0-Sieg gegen Panama bei dieser ungewöhnlichen WM, während die Anordnung der FIFA durch vereinzelte Buhrufe auf dem Tribünensektor für zusätzliche Brisanz sorgte. Ein Auftakt nach Maß für die Westafrikaner!

Dramatik in der nachspielzeit: yirenkyi entscheidet die partie

Die ersten 89 Minuten waren von einer erstaunlichen Teilnahmslosigkeit geprägt. Ein fader Fußballkampf, der die Zuschauer in Toronto sichtlich demotivierte. Die FIFA-Entscheidung bezüglich der Position der Fotografen, wie Thomas Tuchel später empört feststellen sollte, lenkte die Aufmerksamkeit kurzzeitig von der sportlichen Leistung ab. Doch dann, in der fünften Minute der Nachspielzeit, schlug Caleb Yirenkyi vom FC Nordsjaelland zu. Sein Treffer zum 1:0 war nicht nur der Siegtreffer, sondern auch die Erlösung für ein Publikum, das zuvor seine Frustration über die Umstände deutlich gemacht hatte.

Kurz vor dem Schlusspfiff kam es noch zu einer hitzigen Auseinandersetzung vor dem Tor der Ghanaer. Schiedsrichter Glenn Nyberg bewahrte dabei einen kühlen Kopf und verhängte lediglich eine Gelbe Karte gegen Carlos Harvey von Panama für unsportliches Verhalten. Eine unnötige Eskalation in einer ansonsten wenig aufregenden Partie.

Usbekistan überrascht, kolumbien setzt sich durch

Usbekistan überrascht, kolumbien setzt sich durch

Das letzte Spiel des ersten Spieltages bot ebenfalls einige Überraschungen. Usbekistan, als WM-Neuling, hielt gegen Kolumbien überraschend gut mit und erzielte durch Abbosbek Fajsullajew sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich. Aber Kolumbien konnte sich auf Luis Díaz verlassen. Der Bayern-Stürmer bewies einmal mehr seine Klasse und traf zum entscheidenden 2:1 beim klaren 3:1-Sieg, womit die Südamerikaner ihre Ambitionen untermauerten.

Davies kehrt für kanada zurück – tuchel kritisiert die fifa

Davies kehrt für kanada zurück – tuchel kritisiert die fifa

Ein Lichtblick für Kanada: Alphonso Davies steht zumindest im Kader für das entscheidende Gruppenspiel gegen Katar bereit. Nationaltrainer Jesse Marsch gab bekannt, dass der Bayern-Abwehrspieler „wieder verfügbar“ sei und versprach, ihn je nach Spielverlauf einzusetzen. Es bleibt also spannend, ob der talentierte Linksverteidiger von Beginn an auf dem Platz stehen wird.

Währenddessen äußerte Thomas Tuchel seine Unzufriedenheit über die Organisation der FIFA. Der deutsche Trainer beklagte, dass er aufgrund der Position der Fotografen während der Nationalhymne seine Spieler kaum sehen konnte. „Es war ein besonderer Moment, aber ich stand einen halben Meter vor einer Wand aus 50 Fotografen – das hat mir das Erlebnis verdorben“, so Tuchel nach dem 4:2-Sieg gegen Kroatien. Ein klarer Appell an den Fußballverband, um solche Missstände in Zukunft zu vermeiden.

Die Zahlen sprechen für sich: 24 von insgesamt 104 Spielen sind bereits absolviert. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Überraschungen diese WM bereithält. Ghana hat mit seinem Sieg gezeigt, dass auch vermeintliche Underdogs in dieser Weltmeisterschaft mithalten können.