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Wm-viertelfinale: norwegen nicht krank, sondern listig?

England bangt, Norwegen lacht – zumindest scheint es so. Während die englische Presse in Panik über eine angebliche Krankheitswelle im norwegischen Team berichtet, beteuert Oslo, es handle sich um gezielte Desinformation. Ein Schachzug vor dem Viertelfinalduell, der die Nerven auf der Insel strapaziert.

Die englische hysterie: atemmasken und virusängste

Die Berichterstattung in britischen Medien wie Daily Mail, Mirror und The Independent war in den letzten Tagen von alarmierenden Schlagzeilen geprägt. Bilder von norwegischen Spielern mit Atemmasken sorgten für eine regelrechte Viruspanik. Die Frage war schnell gestellt: Kann sich England gegen einen angeschlagenen Gegner durchsetzen?

Doch die norwegische Sichtweise ist deutlich anders. Laut tv2 sind die Berichte „falsche Gerüchte“, die gezielt gestreut werden. Der ehemalige Profi und TV-Experte Petter Myhre schoss scharf: „Viele dieser Gerüchte werden absichtlich erfunden, obwohl sie wissen, dass sie nicht wahr sind. Sie wollen Schlagzeilen!“ Er fügte hinzu, mit einem Augenzwinkern, dass es schwierig sei, täglich über Erling Haaland zu berichten, und eine „Krankheit oder Verletzungen ins Spiel bringen“ eine willkommene Abwechslung sei.

Verdens Gang, eine weitere norwegische Nachrichtenquelle, bezeichnete die Berichte als „stark übertrieben“ und unterstrich die Absicht, Aufsehen zu erregen. Die englische Presse scheint sich einen Vorteil zu verschaffen, indem sie die mentale Stärke des Gegners untergräbt – eine Taktik, die in der Welt des Sports leider keine Seltenheit ist.

Nyland räumt probleme ein, aber: keine aktuelle gefahr

Nyland räumt probleme ein, aber: keine aktuelle gefahr

Ein wenig Licht in die dunkle Geschichte brachte Nationaltorhüter Orjan Nyland in einer US-Talkshow bei James Corden. Er bestätigte, dass es tatsächlich Probleme gab, betonte aber, dass diese „wohl bereits in der Vergangenheit lägen“. Trainer Stale Solbakken hatte ebenfalls von vereinzelten Krankheitsfällen gesprochen, die er auf die zahlreichen Reisen und Klimaanlagen zurückführte.

Die Tatsache, dass die Vorfälle bereits überstanden sind, ist für Norwegen von großer Bedeutung. Es zeigt, dass das Team trotz anfänglicher Schwierigkeiten gestärkt und fokussiert in das Viertelfinale geht. Die Atemmasken waren demnach reine Vorsichtsmaßnahme.

Aktuell gibt es keine Ausfälle im Team – eine deutliche Ansage an die englische Presse, die Norwegen nun als „durch Krankheit erschüttert“ oder von einem „NOR-ovirus“ heimgesucht darstellte. Die Strategie der Desinformation scheint also fehlgeschlagen zu sein und hat Norwegen nur noch entschlossener gemacht.

England muss sich auf haaland und ein waches norwegen einstellen

England muss sich auf haaland und ein waches norwegen einstellen

Die englischen Medien haben mit ihrer Kampagne gegen Norwegen möglicherweise den falschen Nerv getroffen. Statt Angst zu verbreiten, hat sie die Norweger zusammengeschweißt und ihnen zusätzlich Auftrieb gegeben. England sollte sich also nicht auf einen angeschlagenen Gegner verlassen, sondern auf eine Mannschaft, die bereit ist, mit aller Macht um den Einzug ins Halbfinale zu kämpfen – und das mit einem cleveren Augenzwinkern.