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Wissenschaftler entdecken: Diese 16 Pflanzen könnten den Zuckerstoffwechsel beeinflussen

Fast 600 Millionen Erwachsene weltweit leben mit Diabetes – und die meisten von ihnen haben keinen Zugang zu modernen Medikamenten. Ein internationales Forschungsteam hat nun 16 Pflanzen identifiziert, deren Wirkstoffe den Zuckertransport im Körper verlangsamen oder die Insulinempfindlichkeit verbessern. Die Studie erschien im Open Biochemistry Journal, doch die Forscher warnen: Klinische Nachweise fehlen weitgehend.

Von Gymnema sylvestre bis Granatapfel: Was die Daten zeigen

Maria Trapali von der Westattischen Universität in Griechenland durchkämmte mit ihrem Team drei wissenschaftliche Datenbanken. Aus über 1.200 Publikationen zwischen 2000 und 2025 filterten sie 54 Studien heraus, die sich mit 16 Pflanzen beschäftigen. Vier davon zeigten die konsistentesten Ergebnisse: Gymnema sylvestre – in Asien und Afrika als Gurmar bekannt –, der Weiße Maulbeerbaum, roter Ginseng und Granatapfel.

Die Wirkmechanismen unterscheiden sich. Einige Pflanzenextrakte bremsen Enzyme im Darm aus, die Kohlenhydrate in Zucker spalten. Andere aktivieren Signalkaskaden in Muskeln und Leber, die die Glukoseaufnahme verbessern. Ein dritter Ansatz bekämpft oxidativen Stress, der bei Diabetes Leber, Nieren und die insulinproduzierenden Betazellen schädigt.

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Die Hürde ist methodisch: Die meisten Studien stützen sich auf Zellkulturen oder Labortiere, nicht auf kontrollierte Versuche mit Menschen. Extraktionsverfahren, Dosierungen und Tiermodelle variieren zwischen den Publikationen – Vergleiche sind schwierig. Die Forscher betonen ausdrücklich, dass die untersuchten Pflanzen keine etablierten Medikamente ersetzen können.

Dennoch könnte die Industrie für Nahrungsergänzungsmittel ansetzen. Die Nachfrage nach natürlichen Alternativen wächst, besonders in Entwicklungsländern, wo 81 Prozent der Diabetiker leben und Nebenwirkungen synthetischer Wirkstoffe oft unverträglich sind. Ob die alten Heilmittel aus Afrika, Asien und dem Mittelmeerraum tatsächlich zurückkehren, hängt nun von gezielten klinischen Studien ab – und davon gibt es derzeit kaum welche.