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Sinner: kühler kopf und neue strategien gegen die hitze!

Jannik Sinner, der Weltranglistenerste, kämpft bei den diesjährigen Wimbledon Championships nicht nur mit seinen Gegnern, sondern auch mit der Hitze. Nach den Strapazen in Rom und Monte Carlo, wo er gesundheitliche Probleme erlitt, hat sein Team eine umfassende Strategie entwickelt, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten und einen Hitzschlag zu vermeiden. Und die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass der Plan aufgeht.

Ein ausgeklügelter maßnahmenkatalog für den italienischen star

Ein ausgeklügelter maßnahmenkatalog für den italienischen star

Nachdem Sinner in Rom und beim French Open angeschlagen aussortiert wurde und sogar eine medizinische Untersuchung in Mailand absolvieren musste, haben seine Betreuer und Ärzte fieberhaft an einem Plan gearbeitet. Dieser umfasst nun eine Reihe von Maßnahmen, die weit über das übliche Maß hinausgehen. Bereits im Training und während der Matches sind die Veränderungen deutlich sichtbar.

So wurde beispielsweise ein Glukose-Messgerät am Arm des jungen Italieners entdeckt, eine Technik, die bereits von Novak Djokovic eingesetzt wird. Ein futuristisches Kühlweste wurde beim Exibitionsspiel gegen Giorgio Armani vorgeführt, und seit dem Erstrundenspiel gegen Miomir Kecmanovic sieht man Sinner immer wieder bei Eisbecken-Pausen die Halsband-Eispackung nutzen – selbst bei Temperaturen, die eigentlich als kühl gelten würden. Er tauscht seine Trikots häufiger aus als üblich, und bei den Satzenden verließ er den Platz, um sich abzukühlen und zu erfrischen. Ein ungewöhnliches Verhalten, das zeigt, wie ernst die Situation ist.

Aber das ist noch nicht alles. Ein entscheidender Faktor sind die kleinen, aber wirkungsvollen Kapseln, die Sinner während der Pausen einwirft. Diese enthalten Natrium und dienen der Vorbeugung von Muskelkrämpfen – ein Problem, das ihn in der Vergangenheit geplagt hat. Im Gegensatz zu den Gurkenextrakten, die Enervit für ihn formuliert hat, handelt es sich hierbei um präventive Nahrungsergänzungsmittel, die vor Muskelkrämpfen schützen sollen. Bei bereits aufgetretenen Krämpfen greift man stattdessen auf Salzlösungen zurück.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob dieser Schutzschild hält. Nach den milden ersten Tagen in London werden die Temperaturen voraussichtlich steigen, und Sinner wird seine Strategie unter Beweis stellen müssen. Ob er der Hitze gewachsen ist, bleibt abzuwarten – aber eines ist sicher: Er hat alles unternommen, um sich bestmöglich vorzubereiten und seine Chancen auf den Titel zu maximieren.