Norwegen-ärzte warnen: virusgrippe bremst em-traum!
Schock in Norwegen! Nur wenige Tage vor dem vermeintlich historischen Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft gegen England plagen die norwegischen Fußballstars ungewöhnlich heftige Atemwegserkrankungen. Der Bundestrainer selbst ist betroffen – und die Leistung der Mannschaft könnte ernsthaft darunter leiden.
Was steckt hinter der sommergrippe?
Es klingt paradox: Mitten im Sommer wimmelt es plötzlich nur so von Atemwegsviren. Doch Professor Francesco De Rosa, Experte für Infektionskrankheiten in Turin, räumt mit der Annahme auf, dass dies ungewöhnlich sei. „Tatsächlich können zahlreiche Faktoren die Ausbreitung begünstigen – von körperlicher Erschöpfung über Temperaturschwankungen bis hin zur Nutzung gemeinsamer Räumlichkeiten während Reisen“, erklärt De Rosa gegenüber Gazzetta Active. Die Situation in Norwegen, wo mehrere Spieler, darunter Jorgen Strand Larsen (mit Fieber) und Pedersen (der das Achtelfinale verpasste), erkrankt sind, ist ein deutliches Beispiel dafür.
Der Bundestrainer Solbakken berichtete von einer Welle aus Husten, Heiserkeit, Atemnot, Müdigkeit und sogar Magenbeschwerden innerhalb des Teams. Die Ursachen sind vielfältig: Reiseaktivitäten, klimatische Bedingungen und eine erhöhte Belastung durch das Turnier selbst können das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Viren erhöhen. Professor De Rosa betont: „Diese Erkrankungen können sich direkt auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirken.“

Wie gefährlich sind atemwegsviren für sportler?
Die Frage ist nicht nur, warum diese Viren im Sommer auftreten, sondern auch, wie stark sie die Leistung beeinträchtigen. Die Antwort: erheblich. Neben den direkten Symptomen wie Husten und Fieber kann die Infektion zu allgemeiner Schwäche, Konzentrationsschwierigkeiten und einer reduzierten Sauerstoffaufnahme führen. Für Top-Athleten, deren Leistung von jeder noch so kleinen Nuance abhängt, kann das ein entscheidender Nachteil sein. Die Kombination aus Anstrengung und Virusinfektion stellt den Körper vor eine enorme Herausforderung.
Die Luft in klimatisierten Räumen könnte zudem eine zusätzliche Belastung darstellen. De Rosa weist darauf hin, dass die trockene Luft die Schleimhäute austrocknen und so den Körper anfälliger für Infektionen machen kann. Die norwegische Mannschaft, die sich während des Turniers in verschiedenen Hotels und Reiseflugzeugen aufhält, könnte daher besonders betroffen sein.
Die Situation in Norwegen zeigt deutlich, dass die Vorbereitung auf ein großes Turnier weit mehr als nur sportliches Training erfordert. Gesundheit und Immunschutz müssen oberste Priorität haben, um den Traum vom EM-Viertelfinale nicht durch eine vermeidbare Virusinfektion platzen zu lassen.
