Matcha gegen niesen: diese studie verändert alles

Eine Tasse Tee statt Antihistaminikum. Was wie ein Hausmittel-Tipp aus der Großmutterküche klingt, hat jetzt eine wissenschaftliche Grundlage – und die sitzt tiefer, als die Allergieforschung bisher gedacht hat. Eine Studie der Universität Hiroshima, veröffentlicht im Fachjournal Nature, zeigt: Matcha-Tee kann den Niesreflex unterdrücken. Nicht über das Immunsystem, sondern direkt über das Nervensystem.

Was die forscher herausgefunden haben – und warum das so ungewöhnlich ist

Was die forscher herausgefunden haben – und warum das so ungewöhnlich ist

Der Versuchsaufbau war klassisch: Labortiere wurden mit Ovalbumin, einem Standardallergen, sensibilisiert und anschließend nasal exponiert, bis sie typische Rhinitis-Symptome entwickelten. Einen Monat lang bekamen sie dreimal pro Woche Matcha-Extrakt in warmem Wasser, kombiniert mit dem gemahlenen Blattpulver. Zusätzlich eine Extradosis dreißig Minuten vor jeder Allergenexposition.

Das Ergebnis: Die behandelten Tiere niesten deutlich weniger – sowohl nach Allergenkontakt als auch nach direkter Histaminexposition. Bis hierhin könnte man denken, Matcha wirke wie ein pflanzliches Antihistaminikum. Aber genau das tut es nicht.

Die Forscher maßen die Aktivität des c-Fos-Gens im Hirnstamm, dem Bereich, der den Niesreflex steuert. Bei Tieren mit Rhinitis war dieser Marker stark erhöht. Nach der Matcha-Behandlung sank er fast auf Normalwerte. „Die Matcha-Behandlung hat die histamininduzierte c-Fos-Expression praktisch eliminiert