Marco richter mahnt zur krebsvorsorge – „keine scham, zum arzt zu gehen!"
Darmstädter fußballprofi appelliert anlässlich des weltkrebstages
Marco Richter, Mittelfeldspieler von Darmstadt 98, hat sich anlässlich des Weltkrebstages eindringlich für die Krebsvorsorge ausgesprochen. Der 28-Jährige, der selbst 2022 mit Hodenkrebs diagnostiziert wurde, plädiert dafür, falsche Scham abzulegen und regelmäßige Untersuchungen wahrzunehmen. „Man sollte keine Angst vor der Untersuchung haben. Man sollte die Untersuchung auch in jungen Jahren als normal ansehen“, so Richter gegenüber RTL/ntv.

Richters persönlicher kampf gegen den krebs
Im Alter von nur 24 Jahren erhielt Marco Richter die schockierende Diagnose. Nach einer erfolgreichen Operation konnte er jedoch schnell wieder ins Profifußballleben zurückkehren. Der Darmstädter betont, dass auch er anfänglich mit Ängsten und einem Gefühl der Scham kämpfte. „Ich hatte brutale Angst und das Schamgefühl, zu einem Arzt zu gehen, der dich abtastet, der da ein bisschen rumschaut“, gestand er offen.

Die bedeutung der vorsorgeuntersuchung
Trotz dieser anfänglichen Hemmungen, rät Richter heute jedem zur regelmäßigen Vorsorge. „Es ist eine kurze Untersuchung. Falls da was sein sollte, was ich natürlich für keinen Menschen auf der Welt hoffe, kann man schnell vorankommen (.). Vielleicht ist es halb so wild. Deswegen ist es sehr wichtig.“ Eine frühe Erkennung kann Leben retten und die Behandlungschancen deutlich erhöhen.
Die diagnose als wendepunkt
Die Krebsdiagnose im Jahr 2022 war für Richter ein einschneidendes Erlebnis. „Man macht sich sehr viele Gedanken und ist auch erstmal alleine damit.“ Die Unterstützung durch seinen damaligen Verein Hertha BSC, Familie und Freunde halfen ihm jedoch, diese schwierige Zeit zu bewältigen. „Ich habe viel positive Energie bekommen drumherum, was mir sehr viel Kraft gegeben hat“, erinnert er sich.
Unterstützung für andere betroffene
Heute möchte Marco Richter seine Erfahrungen nutzen, um anderen Betroffenen Mut zu machen und zu helfen. „Wenn jemand Unterstützung braucht und eine Meinung haben will, wissen will, wie ich damit umgegangen bin, den Kontakt über Instagram sucht, dann antworte ich dort auf jeden Fall.“ Er betont, dass er die Angst vor der Krankheit zwar nicht nehmen könne, aber mit seiner persönlichen Geschichte unterstützen möchte.
Die botschaft an die junge generation
Richter unterstreicht besonders die Bedeutung der Vorsorge auch für junge Menschen. Oft bestehe die falsche Annahme, Krebs sei eine Krankheit des höheren Alters. „Das ist nicht so. Auch junge Menschen sollten ihre Gesundheit regelmäßig überprüfen lassen.“ Durch eine offene Kommunikation und das Abbauen von Tabus kann das Bewusstsein für Krebsvorsorge gestärkt werden.
