Kaffeetrinken: was sie über descafeinierung wissen müssen!
Jeder von uns kennt es: der morgendliche Kaffee, der uns in Schwung bringt, oder die Tasse nach dem Mittagessen. Doch was, wenn unser vermeintlich harmloser Genussmoment auf unseren Körper schleichen könnte? Eine Expertin warnt vor versteckten Chemikalien in Descafein-Kaffee.

Die bittere wahrheit hinter der scheinbar harmlosen wahl
Die Entscheidung für descafeinierten Kaffee wird oft aus gesundheitlichen Gründen oder zur Verbesserung des Schlafs getroffen. Doch die Art und Weise, wie die Koffeinsubstanz entfernt wird, kann überraschende Folgen haben. Die Internistin und Spezialistin für das Verdauungssystem, Maria Muñoz, hat in einem Video auf Instagram aufmerksam gemacht, dass nicht alle Descafeinierungsmethoden gleich sind. „Descafeiniert bedeutet nicht einfach nur Kaffee ohne Koffein“, erklärt sie. „Es geht um den Prozess, denn die Koffeinsubstanz wird entfernt, während der Bohnen noch grün sind, bevor sie geröstet werden.“
Der entscheidende Unterschied liegt in der Extraktionsmethode. Während das Verfahren mit Wasser und Aktivkohlefiltern (Swiss Water) oder mit CO2 unter hohem Druck als unbedenklich gelten, birgt die Verwendung von chemischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan Risiken. Muñoz warnt: „Dieses Verfahren, bei dem Dichlormethan eingesetzt wird, ist das, was niemand erwähnt. Es ist als potenziell krebserregend eingestuft und kann Rückstände im Kaffee hinterlassen, wodurch dieser zudem an wertvollen Eigenschaften verliert.“ Auch die Verwendung von Ethylacetat, das zwar nicht als krebserregend gilt, sollte kritisch betrachtet werden.
Die Wahl des richtigen Verfahrens ist entscheidend. Eine sorgfältige Prüfung der Herkunft und der Produktionsweise des Kaffees kann uns davor bewahren, unerwünschte Chemikalien zu konsumieren. Die Entscheidung für Kaffee, der mit Swiss Water oder CO2 descafeiniert wurde, ist ein kleiner Schritt zu einem bewussteren Genuss. Wir sollten uns fragen: Ist der vermeintliche Komfort eines schnellen Kaffees wirklich den Preis wert, wenn er unsere Gesundheit gefährden könnte?
Die Zahl der Kaffeetrinker weltweit steigt stetig an – jährlich werden schätzungsweise 165 Millionen Säcke Kaffee verbraucht. Angesichts dieser enormen Menge ist es umso wichtiger, sich über die Produktionsbedingungen und die potenziellen Risiken zu informieren. Denn was wir trinken, sollte uns guttun, nicht schaden.
