Hantavirus-besorgnis auf den kanaren: experte beruhigt die bevölkerung
Die Ankunft des Forschungsschiffs MV Hondius in den kanarischen Häfen wirft Fragen auf. Nach den Verlusten durch die Corona-Pandemie sind die Inselbewohner verständlicherweise besorgt. Doch ein führender Immunologe räumt mit Ängsten auf und erklärt, warum die Gefahr gering ist.

Ein virus, der alle regeln bricht
Alfredo Corell, renommierter Immunologe, erklärte im spanischen Fernsehprogramm ‘Directo al Grano’ die Einzigartigkeit des Hantavirus. “Es ist das Einzige seiner Art unter allen bekannten Hantaviren, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann. Aber lassen Sie mich eines klarstellen: eine Ansteckung ist extrem unwahrscheinlich.” Corell präsentierte eine Pizta, auf der er die sechs potenziellen Übertragungswegen aufschlüsselte, die jedoch alle sehr spezifische Bedingungen erfordern.
Der Immunologe betonte: “Wir sprechen hier von sehr engen Kontakten. Dazu gehören das Teilen eines Schlafgemachs, sexuelle Kontakte oder die Pflege eines kranken Mitreisenden. Aber auch die Reinigung von Kabinen mit kontaminierten Laken und Handtüchern oder die Betreuung eines Patienten mit Grippesymptomen ohne ausreichenden Schutz stellen Risikofaktoren dar.”
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Szenarien sehr spezifisch sind und nicht den allgemeinen Umgang mit dem Virus widerspiegeln. Corell machte deutlich, dass die Bevölkerung der Kanaren keinerlei Gefahr ausgesetzt ist. Die sechs beschriebenen Situationen stellen Ausnahmen dar und sind bei den üblichen Hafenaktivitäten nicht gegeben.
Die panische Stimmung, die durch die Nachricht über das Schiff ausgelöst wurde, ist daher unbegründet. Experten wie Corell arbeiten daran, die Bevölkerung mit Fakten aufzuklären und Ängste abzubauen. Die kanarische Bevölkerung kann sich entspannen: Ein Ansteckungsrisiko besteht nicht.
