Biles nach horror-woche aus klinik entlassen: «fast gestorben»
Simone Biles lag mit Schockblick im Krankenbett. Das Foto ihrer Hand mit vier Armbändern ging am Samstag um die Welt. »Fast gestorben«, schrieb die Turnerin dazu – drei Worte, die die Sportwelt in Atem halten.
Was genau geschah, verschweigt sie bislang
Biles redet nicht über Diagnosen, nicht über Symptome. Nur so viel verrät sie: Der Vorfall ereignete sich Anfang dieser Woche, die Ärzte mussten einschreiten. Ihr Ehemann Jonathan Owens von den Indianapolis Colts war wegen Offseason-Trainings nicht da. Sie blieb allein, stützte sich auf ihre engsten Freundinnen. Drei Tage lang schlief sie fast durchgehend, nur um zu essen stand sie auf.
Das Schweigen der 29-Jährigen wirft Fragen auf. Olympiamedaillen bedeuten nichts, wenn der Körper streikt. Nach den Spielen von Paris hatte sie sich auf neue Wettkämpfe vorbereitet, jetzt steht alles still. Die Vorbereitung auf die Turn-WM in Tokio ist fraglich, die Sponsoren drängen auf Antworten.

Die angst hinter dem lächeln
Wer Biles kennt, weiß: Sie teilt nur, wenn es brennt. 2021 verließ sie die Hallen von Tokio, weil ihr Kopf sich weigerte, mitzuspielen. Jetzt droht erneut ein Karriereknick. Die Ärzte haben ihr strikte Bettruhe verordnet, Krafttraining ist tabu. Die fünffache Weltmeisterin, die einen Sprung nach dem anderen auf höchstem Niveau dreht, darf nicht mal eine Liegestütze machen.
Die Szene reagiert mit Sorge. »Wir wünschen Simone alles Gute«, twitterte US-Turnpräsident Li Li Leung. Der Verband schickte einen Physiotherapeuten nach Hause, doch das reicht nicht. Owens flog am Freitag spontan zurück, die Colts gaben ihm eine Ausnahme von der Trainingspflicht. Eine Woche vor dem ersten Vorbereitungsspiel fehlt ihr der wichtigste Mann.
Biles selbst will nach vorn schauen. »Ich bin noch hier«, schloss sie ihre Story. Die Welt wartet, ob die beste Turnerin der Geschichte bald wieder auf dem Gerät steht – oder ob dieses Mal der Riss tiefer geht als alle Sprünge zuvor.
