Allergie-zeit: vorsicht bei schönheitsbehandlungen!

Der Frühling lockt mit Sonnenschein und Blütenpracht – doch für Allergiker bedeutet er oft eine Tortur aus Niesen und juckenden Augen. Was viele nicht wissen: Auch Schönheitsbehandlungen können in dieser Zeit zur Risikozone werden. Die Klinik Estética Moma warnt vor unerwünschten Nebenwirkungen, besonders bei invasiven Eingriffen.

Ein überreagiertes immunsystem stellt eine herausforderung dar

Ein überreagiertes immunsystem stellt eine herausforderung dar

Dr. Rocío Mourelle, Expertin der Klinik, erklärt, dass ein allergisch bedingter Zustand das Immunsystem in einen „hyperreaktiven“ Zustand versetzt. Das bedeutet, dass die Haut und das Gewebe anfälliger für Entzündungsreaktionen auf bestimmte Substanzen und Techniken sind. Eine individuelle Beratung ist daher unerlässlich, bevor man sich einer Behandlung unterzieht. Solange die Allergie nicht ausreichend kontrolliert ist, sollten einige Eingriffe besser verschoben werden.

Besonders kritisch sind laut Mourelle Filler mit Hyaluronsäure. Die Neigung zu Schwellungen und Rötungen während einer allergischen Reaktion kann zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen und die Beurteilung des Behandlungserfolgs erschweren. Auch die Anwendung von Botulinumtoxin sollte vermieden werden, wenn intensive Symptome wie tränende Augen oder eine geschwollene Augenpartie vorliegen. Das ständige Reiben der Haut kann die korrekte Verteilung des Wirkstoffs beeinträchtigen und Asymmetrien verursachen.

Chemische Peelings, sowohl mittlere als auch tiefe, stellen ein weiteres Risiko dar. Allergische Haut ist empfindlicher und reagiert anfälliger mit Reizungen, Dermatitis oder Pigmentstörungen auf Säuren. Auch bei intensiven Laserbehandlungen kann es zu verstärkten Entzündungen und verlängerten Heilungszeiten kommen. Die Mesotherapie, bei der zahlreiche Mikronadelstiche gesetzt werden, kann zu vermehrter Rötung, kleinen Blutergüssen und einem Brennen führen, was durch das Juckreiz noch verschlimmert wird. Und schließlich sollten Induktoren von Kollagen mit Vorsicht genossen werden, da das Risiko einer Hypersensibilität oder Granulombildung steigt.

Die Experten raten dringend, auf Behandlungen in der Augenregion zu verzichten, solange eine aktive Bindehautentzündung besteht. Manipulationen in einem bereits entzündeten Bereich können Schwellungen, Tränenfluss und Reizungen weiter verstärken.

Als sinnvolle Alternative während der Hochsaison für Allergien empfiehlt die Klinik Estética Moma weniger invasive Verfahren wie Gesichtsbehandlungen mit apparativen Methoden oder, in ausgewählten Fällen, die Anwendung von Neuromodulatoren und sogenannten „Skin Boostern“ – stets unter strenger ärztlicher Aufsicht und nach einer persönlichen Beratung. Eine vernünftige Abwägung ist angesagt: Die Schönheit darf nicht auf Kosten der Gesundheit gehen.