Venezuela erschüttert: erdbeben fordert über 30 tote!
Ein verheerendes Erdbeben hat die venezolanische Küste heimgesucht, ganze Gemeinden in Trümmern hinterlassend. Die ersten Meldungen sprechen von mindestens 32 Todesopfern und über 700 Verletzten – eine Tragödie, die das Land in Atem hält.

Die schwersten schäden in la guaira
Die Region um La Guaira wurde am stärksten getroffen. Augenzeugen berichten von zahlreichen eingestürzten Gebäuden, darunter Hotels und Wohnhäuser. Besonders beunruhigend sind die zahlreichen Brände, die durch Gaslecks ausgelöst wurden und die Rettungsarbeiten weiter erschweren. Präsidentin Ad Interim Delcy Rodríguez sprach von einer „wahren Tragödie“ und rief den Notstand aus.
Das Erdbeben ereignete sich in der Nacht zum heutigen Tag, kurz nach Mitternacht italienischer Zeit (18 Uhr Ortszeit). Zunächst bebte die Erde mit einer Magnitude von 7,2 im Nordwesten der Gemeinde Montalbán im Bundesstaat Carabobo, etwa 300 Kilometer von der Hauptstadt Caracas entfernt. Nur wenige Augenblicke später folgte ein noch stärkeres Nachbeben mit einer Magnitude von 7,5, dessen Epizentrum sich 23 Kilometer südöstlich von Yumare in Küstennähe befand. Die Bodenbewegung war so heftig, dass sie nicht nur in Carabobo, sondern auch in Caracas und den umliegenden Gebieten spürbar war.
Der Internationale Flughafen Simon Bolívar in Maiquetia musste aufgrund schwerer Schäden gesperrt werden. Auch in Baruta, etwa 20 Kilometer von Caracas entfernt, wurden drei Todesfälle gemeldet, nachdem zwei Gebäude unter dem Gewicht der einstürzenden Decken eingestürzt waren. Die Lage in Catia La Mar, im Bundesstaat La Guaira, gilt als besonders kritisch.
Die italienische Regierung hat umgehend Maßnahmen ergriffen, um das Wohlbefinden ihrer Staatsbürger in Venezuela sicherzustellen. Bisher gibt es keine Meldungen über italienische Opfer, allerdings wurden Schäden an einigen Wohnungen von Italienern festgestellt. Die italienische Botschaft in Caracas steht in engem Kontakt mit dem italienischen Krisenstab und prüft die Möglichkeit, über die Europäische Union Mechanismen der Katastrophenhilfe zu aktivieren.
Unterstützung kommt aus aller Welt. Die Vereinigten Staaten haben bereits Such- und Rettungsteams, medizinische Ressourcen und humanitäre Hilfe in das Krisengebiet entsandt. Auch die Dominikanische Republik, El Salvador, Mexiko und Katar haben ihre Unterstützung zugesagt und schicken ebenfalls Hilfskräfte ins Land. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Verletzten zu versorgen und die ersten Schritte zur Wiederaufbau zu unternehmen. Doch eines steht fest: Venezuela wird mit dieser Naturkatastrophe lange zu kämpfen haben.
