Vorwürfe gegen austria wien: zagiczek und werner unter druck

Schwere vorwürfe gegen wirtschaftsvorstand zagiczek

Die Wiener Austria befindet sich nach dem Derby-Sieg gegen Rapid nicht in ruhigen Gewässern. Harald Zagiczek, Wirtschaftsvorstand des Vereins, und der ehemalige Sportvorstand Jürgen Werner sehen sich mit ernsthaften Anschuldigungen konfrontiert. Im Zentrum der Kritik stehen mutmaßliche unregelmäßige Zahlungen und die Forderung nach Provisionen bei Verhandlungen mit Investoren.

Zagiczek bestreitet die vorwürfe entschieden

Zagiczek bestreitet die vorwürfe entschieden

Wie die Kronen Zeitung am Dienstag berichtete, soll Zagiczek bei Gesprächen mit potenziellen Investoren Bargeld-Provisionen gefordert haben. Zagiczek wies diese Vorwürfe umgehend als unwahr und verleumderisch zurück. Er habe bereits eine Klage wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen den kroatischen Unternehmer Josko Rokov eingereicht, der die Vorwürfe erhoben hat.

Untersuchung durch ein unabhängiges wirtschaftsprüfungsunternehmen

Untersuchung durch ein unabhängiges wirtschaftsprüfungsunternehmen

Die Austria hat reagiert und ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit einer umfassenden Untersuchung der Vorwürfe beauftragt. Präsident Kurt Gollowitzer betonte, dass eine objektive und vollständige Aufklärung höchste Priorität habe. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Grundlage für alle weiteren Entscheidungen sein.

Mail an kroatischen mittelsmann enthüllt szenarien

Mail an kroatischen mittelsmann enthüllt szenarien

Dem Bericht zufolge soll Zagiczek im August des vergangenen Jahres eine E-Mail an einen kroatischen Mittelsmann geschickt haben, in der er verschiedene Szenarien für die Übernahme der Anteile an der Austria-AG durch die Investorengruppe um Jürgen Werner skizzierte. Die Austria versucht seit längerem, diese Anteile, die rund 7,5 Millionen Euro kosten sollen, zurückzukaufen.

Forderungen nach posten und beteiligung

Forderungen nach posten und beteiligung

Laut der Kronen Zeitung soll Zagiczek gegenüber Josko Rokov auch die Forderung nach dem Posten des Vorstandsvorsitzenden des Klubs sowie nach einer Provision aus der Transaktion mit US-Investoren gestellt haben. Zudem soll er eine Beteiligung an zukünftigen Investitionen in den Verein gefordert haben.

Werner ebenfalls betroffen: vorwürfe im zusammenhang mit barry-transfer

Auch der ehemalige Sportchef Jürgen Werner steht im Fokus der Ermittlungen. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit dem ehemaligen Sportdirektor Manuel Ortlechner eine Provision an zwei Agenturen im Zusammenhang mit dem ablösefreien Transfer von Abubakr Barry freigegeben zu haben. Werner und Ortlechner bestreiten jegliches Fehlverhalten.

Keine weiteren stellungnahmen bis zum abschluss der untersuchung

Die Austria hat angekündigt, bis zum Abschluss der Untersuchung keine weiteren Stellungnahmen abzugeben. Präsident Gollowitzer betonte, dass die Transparenz und die Aufklärung der Vorwürfe oberste Priorität haben. Die Fans und Mitglieder des Vereins erwarten nun eine schnelle und umfassende Aufklärung der Angelegenheit.