Villas-boas: schalke-pokerplatz blieb aus!

André Villas-Boas, einst gefeiert als das nächste große Ding im Fußballer-Trainerstuhl, enthüllt: Der Wechsel in die Bundesliga zum FC Schalke 04 war kurz vor dem Abschluss. Doch der portugiesische Coach entschied sich damals gegen ein Kapitel in Gelsenkirchen – eine Entscheidung, die viele Fans überraschen dürfte.

Gespräche mit tönnies: was war der knackpunkt?

Gespräche mit tönnies: was war der knackpunkt?

Bei einem Laureus-Event gab Villas-Boas zu, dass er 2016, nach seinem Abschied von Zenit St. Petersburg, intensive Gespräche mit dem damaligen Schalke-Boss Clemens Tönnies geführt hatte. „Ja, das stimmt. Wir trafen uns in Deutschland“, so der 48-Jährige gegenüber SPORT1. Doch der Deal platzte. Villas-Boas deutete an, dass die Gespräche letztlich nicht weiterverfolgt wurden, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Es bleibt der Frage, welche Faktoren letztendlich zu dieser Entscheidung führten.

Doch Schalke war nicht die einzige Option. Der Portugiese, der bereits als Co-Trainer unter José Mourinho bei Chelsea Erfahrungen sammelte, bestätigte, dass auch der VfL Wolfsburg im Frühjahr 2019 und erneut 2021 sein Interesse bekundet hatte. „Es bestand durchaus die Möglichkeit, nach Deutschland zu wechseln“, erklärte er. Eine Karriere in der Bundesliga schien also durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen, bevor Villas-Boas seinen Weg anderswo fortsetzte.

Seine Zeit bei Chelsea endete abrupt nach nur acht Monaten, ein Scheitern, das seine Karriere nachhaltig prägte. Auch bei Tottenham Hotspur und Olympique Marseille gelang es ihm nicht, an die Erfolge von Porto anzuknüpfen. Nur mit Zenit St. Petersburg feierte er weitere Titel – russischer Meister 2015 und Pokalsieger 2016. Das Kapitel Russland endete jedoch im Sommer 2016.

Nun hat Villas-Boas einen überraschenden Karriereweg eingeschlagen: Er wurde zum Präsidenten des FC Porto gewählt. Ein Wechsel von der Seitenlinie ins Management, der zeigt, dass der Fußballer-Alltag für den einstigen Wunderkind immer wieder neue Wege bereithält. Ob er die Erfolge als Präsident nun wiederholen kann, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: André Villas-Boas ist weiterhin eine feste Größe im europäischen Fußball.