Sparen mit köpfchen: so nutzen sie das segeln im auto!

Wer beim Tanken tiefer ins Portemonnaie greifen muss, sucht nach Möglichkeiten, Sprit zu sparen. Eine Technik, die derzeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist das sogenannte „Segeln“ – eine Art Fahrweise, die das Auto quasi wie ein Segelboot durch die Landschaft gleiten lässt. Aber funktioniert das wirklich und für welche Fahrzeuge ist diese Methode überhaupt geeignet?

Was ist „segeln“ im auto überhaupt?

Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Anstatt ständig Gas zu geben oder zu bremsen, nutzt man die Trägheit des Fahrzeugs, um eine konstante Geschwindigkeit zu halten. Das Prinzip ist dem Segeln auf dem Wasser nachempfunden – daher der Name. Bei Autos mit Schaltgetriebe ähnelt das Verfahren dem Fahren im Leerlauf, allerdings mit der Möglichkeit, die Geschwindigkeit bewusst zu kontrollieren. Besonders bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen gewinnt diese Technik jedoch zunehmend an Popularität, da sie optimal mit den Energiesparfunktionen dieser Modelle harmoniert.

Es handelt sich um eine bewusste Entkopplung des Motors vom Getriebe, die es dem Fahrzeug ermöglicht, mit kinetischer Energie voranzukommen, ohne unnötig Kraftstoff zu verbrauchen. Das „Segeln“ ist also kein neues Phänomen, aber die Verbreitung von Elektro- und Hybridfahrzeugen hat es wieder in den Fokus gerückt.

Für welche autos eignet sich diese fahrweise?

Für welche autos eignet sich diese fahrweise?

Für Hybrid- und Elektroautos ist das Segeln ideal. Hier kann man den regenerativen Bremseffekt optimal nutzen und die Batterie zusätzlich aufladen. Bei Verbrennern funktioniert die Methode zwar auch, der Effekt ist aber weniger ausgeprägt. Die Effizienz hängt stark vom Fahrzeugmodell ab. Modelle mit gut ausgebauten Energiesparfunktionen profitieren am meisten.

Aber Vorsicht: Auf Strecken mit vielen Steigungen oder in dichtem Verkehr ist das Segeln nicht empfehlenswert. Hier ist eine aktivere Fahrweise erforderlich, um die Sicherheit nicht zu gefährden. Es erfordert Übung, das Fahrzeug kontrolliert zu „segeln“ und rechtzeitig zu reagieren, wenn eine Bremsung oder Beschleunigung notwendig ist. Ein zu später Tritt auf die Bremse kann zu gefährlichen Situationen führen – Sicherheit geht immer vor Sprit sparen!

Die italienische Fachzeitschrift Gazzetta Motori hat sich diesem Thema gewidmet und die Vor- und Nachteile der Technik beleuchtet. Fazit: Wer es beherrscht, kann tatsächlich einige Liter Sprit sparen, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. Aber es gilt, die Technik mit Bedacht einzusetzen und stets die Verkehrsbedingungen im Auge zu behalten.

Die Zahl spricht für sich: Studien zeigen, dass erfahrene „Segler“ im Stadtverkehr ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent senken können. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.