Seider: elite-verteidiger trotz red wings-debakel

Moritz Seider, der Shootingstar der Detroit Red Wings, präsentiert eine Saison voller Widersprüche. Während der 25-jährige Deutsche zweifellos zu den besten Verteidigern der NHL gehört, trübt das katastrophale Abschneiden seines Teams den persönlichen Erfolg.

Die bittere wahrheit: playoff-verpassung und das blamable saisonende

Das Saisonfinale der Detroit Red Wings war ein Schock – eine 1:8-Demütigung gegen die Florida Panthers, die kurz vor der Entthronung als Titelverteidiger stehen. Coach Todd McLellan war sichtlich frustriert, und der enttäuschte Seider landete mit einem Minus von vier Punkten in einer seltenen Negativbilanz. Doch die Fans richteten ihren Unmut gegen die gesamte Mannschaft, pfiffen das Team bereits im letzten Heimspiel und forderten einen kompletten Umbruch in den sozialen Medien. Nur wenige Spieler, darunter Seider, blieben von der Kritik unberührt.

Seiders beeindruckende statistik: ein lichtblick im red wings-dunkel

Seiders beeindruckende statistik: ein lichtblick im red wings-dunkel

60 Scorerpunkte – ein neuer Karrierebestwert für Seider und eine herausragende Leistung für einen Verteidiger. Zehn Tore und 50 Assists katapultierten ihn auf den elften Platz unter allen NHL-Verteidigern. Selbst sein Wert von +15 ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass er in seiner bisherigen NHL-Karriere immer noch bei -17 liegt. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seider ist ein Leistungsträger, der sein Team trägt – auch wenn dieses ihm im Moment wenig entgegenbringt.

Die unbestrittene konstanz: seider – ein fels in der brandung

Die unbestrittene konstanz: seider – ein fels in der brandung

Mit durchschnittlich 25:39 Minuten Eiszeit pro Partie gehört Seider zu den Spielern mit der drittmeisten Einsatzzeit in der NHL, nur von Quinn Hughes und Zach Werenski übertroffen. Seine unerschütterliche Konstanz ist bemerkenswert: In seiner fünften NHL-Saison hat er noch kein Spiel verpasst. Der Name Seider wurde zeitweise sogar in der Diskussion um die Norris Trophy, die Auszeichnung für den besten Verteidiger der Liga, genannt. Doch der Negativtrend zum Saisonende dürfte seine Chancen auf eine Nominierung im Finale schmälern. Die Konkurrenz ist groß: Hughes, Werenski, Cale Makar und Evan Bouchard scheinen vor ihm zu liegen.

Die bittere wahrheit für die red wings-fans: eine dekade ohne playoffs

Die bittere wahrheit für die red wings-fans: eine dekade ohne playoffs

Die zehnte verpasste Playoff-Teilnahme in Folge ist ein schwerer Schlag für die Red Wings-Fans. Doch während das Team in einer Krise steckt, ist Moritz Seider ein Hoffnungsschimmer. Seine individuelle Leistung ist unbestritten und unterstreicht die Vision von General Manager Steve Yzerman, der ihn 2019 überraschend an sechster Stelle im Draft wählte. Die Frage, ob Seider nun vorzeitig in den Urlaub geht oder zusätzlich an den Olympischen Winterspielen für Deutschland und der Weltmeisterschaft teilnimmt, bleibt offen. Eines ist jedoch gewiss: Er wäre eine enorme Verstärkung für das DEB-Team.