Schock in saudi-arabien: al-misehal tritt nach wm-debakel zurück
Die Fußball-Nationalmannschaft Saudi-Arabiens hat bei der WM in Nordamerika eine bittere Enttäuschung erlebt – und der Preis dafür ist hoch: Verbandspräsident Yasser Al-Misehal hat seinen Rücktritt erklärt. Ein einziger Treffer in drei Spielen genügte nicht, um die Gruppenphase zu überstehen, und das führt nun zu einem Umbruch an der Spitze des saudi-arabischen Fußballverbands.

Die erwartungen wurden krass verfehlt
Al-Misehal übernahm die Verantwortung für das vorzeitige Aus gegen Spanien, Kap Verde und Uruguay. „Wir sind weit hinter unseren Erwartungen geblieben“, schrieb er auf X (vormals Twitter) und entschuldigte sich bei den Fans. Die Entscheidung, sein Amt vorzeitig niederzulegen, sei ihm nicht leicht gefallen, aber er sehe es als notwendigen Schritt, um eine „neue Phase“ einzuleiten. Das Scheitern wirft ein schlechtes Licht auf die enormen Investitionen der letzten Jahre.
Zwei Milliarden Dollar für Stars: Saudi-Arabien hat in den vergangenen drei Jahren fast zwei Milliarden Dollar in den Fußball gepumpt, um die Saudi Pro League zu einer Top-Liga zu machen. Namen wie Cristiano Ronaldo, Neymar und Karim Benzema wurden mit zweistelligen Millionenbeträgen gelockt. Doch trotz dieser Investitionen und der hochkarätigen Neuzugänge konnte das Nationalteam nicht überzeugen.
Die WM-Enttäuschung ist nicht neu. Bereits 2018 und 2022 schied Saudi-Arabien in der Vorrunde aus. Die Hoffnungen für die Heim-WM im Jahr 2034, für die Al-Misehal maßgeblich verantwortlich war, sind nun gedämpft. Sein Rücktritt könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Verantwortlichen in Saudi-Arabien die Strategie überdenken müssen. Es bleibt abzuwarten, ob der Fokus auf teure Stars oder doch auf eine gezielte Entwicklung des eigenen Nachwuchses gelegt wird.
Die Suche nach einem neuen Verbandspräsidenten hat bereits begonnen. Es wird spannend zu beobachten sein, welche Weichen gestellt werden, um das Ziel einer erfolgreichen WM 2034 zu erreichen. Die Fans fordern Ergebnisse, und die Führungsebene wird unter Druck stehen, diese zu liefern. Der saudi-arabische Fußball steht vor einer Zerreißprobe.
