Romano-drama: vertrauensbruch bei roma – ranieri muss gehen?

Rom, Italien – Die Luft in der ewigen Stadt ist zum Schneiden dick. Nach einem Bericht des ehemaligen Roma-Sportdirektors Walter Sabatini steht der Verein vor einem regelrechten Machtkampf, der möglicherweise das Ende von Trainer Claudio Ranieri bedeuten könnte. Die Beziehung zwischen Ranieri und der Vereinsführung soll irreparabel beschädigt sein – ein Zustand, der sich kaum länger aufrechterhalten lässt.

Sabatini: „eine groteske angelegenheit“

Der erfahrene Manager, der selbst die Höhen und Tiefen des römischen Fußballs miterlebt hat, beschreibt die Situation als „grotesk“ und plädiert dafür, nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. Er deutet an, dass er eine eigene Einschätzung habe, möchte diese aber vorerst für sich behalten, um eine Eskalation zu vermeiden. „Wenn das Gleichgewicht so schlagartig zerbricht, wird es unumkehrbar“, so Sabatini.

Ein entscheidender Faktor in diesem Drama ist die Rolle des Sportdirektors, Gianluca Massara. Sabatini betont dessen Bedeutung und fordert Respekt für seine Arbeit. Allerdings kritisiert er auch die Kommunikation von Trainer Gasperini, die er als „inakzeptabel“ und „schädlich für den Teamgeist“ bezeichnet. „Gasperini hat den Sportdirektor auf unbegreifliche Weise angegriffen und die Spieler öffentlich kritisiert – das ist kein Verhalten, das einer Unternehmensführung würdig ist.“

Die Frage ist: Wie sollen Ranieri und Gasperini noch zusammenarbeiten? Sabatini hält wenig davon: „Das wird nicht funktionieren. Es braucht eine Entscheidung – entweder Ranieri verlässt den Verein, oder die Friedkin-Familie muss tätig werden.“

Die champions-league-hoffnungen schwinden

Die champions-league-hoffnungen schwinden

Die Frage, wie die Roma ihre Champions-League-Hoffnungen noch aufrechterhalten kann, hängt eng mit der Lösung des internen Konflikts zusammen. Sabatini sieht eine Chance, wenn das Team alle verbleibenden Spiele gewinnt – allerdings ist auch ein Quäntchen Glück erforderlich. Die aktuelle Situation ist von einer „opaken“ Atmosphäre geprägt, die dem Verein schadet.

Auch Sabatini selbst hatte in der Vergangenheit Differenzen mit Franco Baldini, einem Berater unter Pallotta. Diese konnte jedoch relativ friedlich gelöst werden, indem er selbst den Verein verließ. Die Roma hat eine lange Geschichte von internen Konflikten – von Totti-Spalletti bis De Rossi-Souloukou. Der Schlüssel zur Lösung liegt laut Sabatini in einer „ethischen Anpassung des Verhaltens“, denn „in Rom können schon Kleinigkeiten für einen Sturm sorgen.“

Gasperini genießt zwar den Respekt für seine Karriere, aber sein Verhalten ist inakzeptabel. „Ich hätte solche Aktionen nie akzeptiert“, betont Sabatini.