Osnabrück holt meppen-talent wensing: coup für die 3. liga?

Der VfL Osnabrück hat einen wichtigen Baustein für die ambitionierten Ziele in der kommenden Saison präsentiert: Jonathan Wensing, das Ausnahmetalent vom Zweitliga-Anwärter SV Meppen, wird im Sommer ablösefrei an die Bremer Brücke wechseln. Ein Transfer, der die Konkurrenz aufmerksam macht und die Frage aufwirft, ob der VfL mit diesem Schritt einen entscheidenden Vorteil im Kampf um den Aufstieg erlangt.

Flexibler offensivmann verstärkt die kicker-truppe

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Wensing, der in Meppen einen regelmäßigen Stammplatz innehatte und in 87 Pflichtspielen sechs Treffer und ebenso viele Vorlagen beisteuerte, wird das Mittelfeld des VfL Osnabrück verstärken. Technische Direktor Daniel Latkowski lobt die Vielseitigkeit des 22-Jährigen: „Wir verfolgen Jonathans Weg schon seit einiger Zeit. Er hat sich in der Regionalliga Nord enorm entwickelt und kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden.“

Die Entscheidung für Osnabrück sei ihm nicht leicht gefallen, so Wensing. Die Gespräche mit Chefcoach Timo Schultz, Fußball-Direktor Joe Enochs und Latkowski selbst haben ihn jedoch überzeugt. „Ich wollte jetzt Klarheit schaffen und mich voll und ganz auf den Saisonendspurt in Meppen konzentrieren“, erklärte der Mittelfeldspieler, der sich bewusst für den VfL entschieden hat.

Ein Coup, der Meppen Auftrieb gibt: Der Abgang Wensings wird zwar bedauert, doch in Meppen sieht man darin vor allem einen Beleg dafür, dass die gute Arbeit des Vereins Früchte trägt. „Er hat sich hier für höhere Aufgaben empfohlen“, so ein Vereinssprecher. Meppen führt die Tabelle der Regionalliga Nord aktuell mit sieben Punkten Vorsprung an und scheint selbst auf dem besten Weg in Richtung 3. liga zu sein – ein Erfolg, den Wensings Leistungen maßgeblich unterstützt haben.

Joe Enochs unterstreicht die Philosophie des VfL: „Wir setzen weiterhin auf junge, entwicklungsfähige Spieler, die bei uns den nächsten Schritt machen können. Jonathan passt hervorragend in dieses Profil.“ Die Verpflichtung Wensings ist somit ein klares Signal des VfL Osnabrück: Man will sich auch in Zukunft auf eine Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten verlassen, um im Aufstiegsrennen erfolgreich zu sein. Ob dieser Schachzug letztendlich zum Aufstieg in die 2. Bundesliga reicht, wird die nächste Saison zeigen.