Open d’italia: reed starrt mit ambitionen – molinari und migliozzi zur seite

Turin, Italien – Der Countdown läuft: Nur noch wenige Stunden trennen uns vom Start des 83. Open d’Italia, einem der traditionsreichsten Turniere auf dem DP World Tour Kalender. Patrick Reed, der selbstbewusst von sich als “Global Player” spricht, steht bereit, um das Turnier im Circolo Golf Torino zu bezwingen – ein Ort, der bereits 1999 und 2014 Austragungsort war.

Reed’s strategie: präzision statt power

Reed, der nach starken Auftritten in den USA und den Arabischen Emiraten als Nummer 1 der Race to Dubai nach Turin reist, hat die knifflige Bahn bereits studiert. Seine Einschätzung ist eindeutig: “Die Fairways sind eng, der Fokus muss auf dem ersten Schlag liegen. Es geht nicht um lange Drives, sondern um den präzisen zweiten Schlag vom Fairway.” Diese pragmatische Herangehensweise deutet auf eine Taktik hin, die auf Kontrolle und Genauigkeit setzt, anstatt auf rohe Schlagkraft.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Zusammenarbeit mit Francesco Molinari und Guido Migliozzi. Die Erinnerungen an die Ryder Cup Duelle von Paris 2018, in denen Reed mit Woods gegen Molinari und Fleetwood antrat, sind noch lebendig. Die damalige Intensität und der unbändige Wille der amerikanischen Mannschaft scheinen Reed zu neuen Höhen aufzutreiben. Der heute 36-jährige Golfer präsentiert sich als reifer und besonnener als in seinen Anfangsjahren, als er noch die ikonischen Rot- und Schwarz-Farben von Tiger Woods trug und das europäische Publikum herausforderte.

Luke donald: vom weltklassespieler zum ryder cup maestro

Luke donald: vom weltklassespieler zum ryder cup maestro

Neben Reed trifft man auch auf Luke Donald, einen Mann, der nicht nur den Welt-Ranglisten-Ersten erreichte, sondern auch als erfolgreicher Ryder Cup Captain gilt – ein Titel, den er bereits in Rom 2023 errang und nun in New York 2025 verteidigen wird. Donalds Engagement als Captain hat seine eigene Spielzeit etwas beeinträchtigt, dennoch tritt er in Turin mit dem Ziel an, Ehre zu erweisen – einem Turnier, das er bereits mehrfach bestritt, und einem Land, das er für seine Schönheit und Gastfreundschaft schätzt.

Die besondere Bedeutung der Molinari-Brüder, Francesco und Edoardo, für Donald darf nicht unterschätzt werden. Sie repräsentieren nicht nur den italienischen Golfsport, sondern sind auch wichtige Stützen für das europäische Team. Edoardo Molinari betonte, dass die aktuellen Platzbedingungen, insbesondere der höhere Rough, den Spielern zusätzliche Herausforderungen bieten werden. “Wir wissen genau, wo man Fehler vermeiden kann und wo nicht. Das wird hoffentlich einen entscheidenden Einfluss auf das Abschneiden haben”, so Molinari.

Mit 156 Spielern am Start und einem Gesamtpreisgeld von 3 Millionen Dollar verspricht das Open d’Italia ein spannungsgeladenes Turnier zu werden. Die besten 65 Spieler nach den ersten beiden Runden kämpfen um den Hauptpreis von 510.000 Dollar. Die Übertragung im Fernsehen erfolgt über Sky Sport Golf und Rai Radio 2, sodass auch ein breites Publikum die Highlights des Turniers verfolgen kann.

Die Molinari-Brüder, die in diesem Club ihre ersten Erfahrungen sammelten, blicken mit einer Mischung aus Vertrautheit und Aufregung auf das Turnier. “Für jeden Spieler ist das nationale Open etwas Besonderes, aber wenn man auf dem Platz steht, wo man als Kind seine ersten Schläge ausgeführt hat, dann sind die Emotionen noch intensiver”, erklärte Francesco Molinari. Die Erinnerungen an unzählige Stunden auf dem Putting Green und die Herausforderungen, die die verschiedenen Bahnen boten, werden sie zweifellos antreiben.