Nba stoppt strip-club-deal der hawks – atlanta muss magic-city-event abblasen

Die Atlanta Hawks wollten ihre Heimspiel-Atmosphäre mit einem «kultigen» Erotikclub aufpeppen, die NBA legte sofort ein Veto ein. Der Deal mit Magic City – einem der berüchtigtsten Strip-Clubs der USA – ist nach massiven Liga-Einwänden geplatzt. Die Entscheidung fiel nur Stunden vor dem Tip-off gegen die Orlando Magic am Montagabend.

Warum die liga eingriff

Commissioner Adam Silver ließ keine Zweifel: «Wir haben deutliche Rückmeldung von Fans, Sponsoren und Mitarbeitern erhalten – niemand fühlte sich wohl dabei.» Die Hawks hatten Magic City als «ikonische Kulturinstitution» beworben, ein kleines Menü des Clubs sowie limitierte Fanartikel angekündigt. Die Reaktion war sofort polarisierend: Sponsoren drohten mit Vertragskündigungen, Familienverbände mit Boykott.

Die Atlanta-Franchise – erster Arbeitgeber von Deutschlands Basketball-Weltmeister Dennis Schröder – reagierte enttäuscht, aber artig: «Wir respektieren die Entscheidung, bleiben aber dabei, dass Magic City ein Teil von Atlantas urbaner DNA ist», hieß es in einem Statement. Die Marketingabteilung musste binnen Minuten alle Social-Media-Posts löschen, die das Event bewarben.

Die rechnung dahinter

Die rechnung dahinter

Loose math: Ein verkauftes «Magic-City-Wings»-Paket kostete 99 Dollar, inklusive Sitzplatz in der unteren Bowl, T-Shirt und Coupon für einen Club-Besuch. Die Hawks rechneten mit 2 000 Paketen – umgerechnet 200 000 US-Dollar Einnahmen plus zusätzliches Catering. Wegfallen werden nun auch die Sponsoring-Euros eines lokalen Brauerei-Partners, der die Aktion mitfinanzieren wollte. Die NBA selbst fürchtete Image-Schäden in einem Markt, der gerade neue Jugend-Programme startet.

Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die Gräben, die US-Profiligen in Sachen «Adult Entertainment» ziehen. Die NFL erlaubt keine Werbung für Strip-Clubs, die NHL toleriert sie nur in limitierten Rahmen, MLB hat 2022 erst nach Protesten ähnliche Deals gestoppt. Die NBA hatte bisher kein klareres Regelwerk – nun liegt ein Präzedenzfall vor.

Atlantas Spiel endete übrigens mit 114:120 gegen Orlando. Die einzige Magie, die blieb, war die des Comebacks – nicht die des Clubs.