Lahm schlägt alarm: bundesliga droht den anschluss zu verlieren!
Philipp Lahm, der Weltmeister von 2014, hat in seiner jüngsten Kolumne im Guardian deutliche Worte gefunden: Der deutsche Fußball muss aufpassen, um nicht den Anschluss an die internationale Spitze zu verlieren. Die aktuelle Entwicklung bereitet dem 42-Jährigen Sorgen, und er zögert nicht, die Schwächen anzusprechen – insbesondere die Spielweise des FC Bayern.

Die rückkehr der manndeckung: ein problem für lahm
Lahms Kritik richtet sich vor allem gegen die zunehmende Verbreitung der klassischen Manndeckung in der Bundesliga. Atalanta Bergamo habe mit dem Gewinn der Europa League 2024 gezeigt, wie diese Taktik erfolgreich sein kann. Doch Lahm sieht eine Entwicklung, die ihm missfällt: „Ich bin überrascht, dass so viele Verteidiger ihre Gegenspieler bis auf die Toilette verfolgen, selbst die Bayern tun es.“ Die Übermacht des FC Bayern in der Bundesliga erlaubt es dem Team von Vincent Kompany, diese Taktik einzusetzen, was in der Champions League teilweise zu Überraschungen führte. Aber die kurze Freude währte nicht lange.
Das Arsenal-Spiel, in dem die Bayern eine deutliche Niederlage einstecken mussten, verdeutlichte für Lahm die Schwächen dieser Strategie. „Europa war zunächst erstaunt, aber wenige Wochen später war Arsenal gut darauf vorbereitet.“ Er plädiert stattdessen für ein System mit klar definierten Rollen und organisiertem Kombinationsfußball, wie er es von Spanien kennt, wo das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte verlagert wird. Nicht einmal Deutschland in den goldenen 70er- und 80er-Jahren habe eine solche Dominanz erreicht, erinnerte Lahm und spielte auf Gary Linekers berühmtes Zitat an:
