Kaminski trifft – köln holt überraschend einen punkt in frankfurt!
Ein Hoffnungsschimmer für den 1. FC Köln: Fünf Tage nach dem bitteren Aus in der WM-Playoff-Qualifikation ließ Stürmer Jakub Kaminski den Fans in Frankfurt einen Lichtblick erleben. Sein Treffer zum 1:2 brachte die Geißböcke zurück ins Spiel und ermöglichte ein Unentschieden, das dem Team nach einer turbulenten zweiten Halbzeit sichtlich guttat.
Baby-glück und sportlicher aufschwung
Der Jubel nach dem Tor war kurz, aber süß – Kaminski schickte liebe Grüße an seine schwangere Frau Monika, die sich im fünften Monat befindet. Ein unaufgeregtes Zeichen, das im Kontrast zu der knappen sportlichen Situation stand. Denn der FC hatte bis dato große Mühen, die starke Eintracht zu kontrollieren. Said El Mala war zuvor schneller am Ball und hatte das Spiel fortgesetzt, bevor er Kaminski den Ball übergab – eine Geste, die den Teamgeist verdeutlichte.
Alessio Castro-Montes sorgte später für den Ausgleich, der die Erleichterung im Kölner Lager deutlich machte. „Chapeau an die Mannschaft“, lobte Kaminski seine Kollegen. „Für uns ist das enorm wichtig, weil wir bis zum Schluss kämpfen, nach einem 0:2-Rückstand zurückkommen und sogar gewinnen können.“ Die Erinnerung an das enttäuschende Spiel gegen Schweden, in dem er selbst vier Schüsse abgeben konnte, ohne erfolgreich zu sein, schwebte jedoch noch schwer über dem Team.

Kampfgeist und die zukunft in köln
„Ich hatte schon schwierige Momente in meinem Fußballerleben“, gab Kaminski zu, „aber das ist Sport, das muss man akzeptieren.“ Trotz der verpassten WM-Qualifikation und des knappen Remis in Frankfurt zeigte Kaminski Einsatzbereitschaft und betonte, dass er René Wagner, dem neuen Cheftrainer, keine großen Umstellungen abverlangen würde. „René kennt unsere Qualität, er muss nicht so viel anders machen.“
Die Kaufoption des VfL Wolfsburg für Kaminski im Wert von 5,5 Millionen Euro wirft zudem Fragen nach seiner Zukunft in Köln auf. Es mehren sich Gerüchte über das Interesse anderer Vereine, sodass der FC möglicherweise um den Polen-Stürmer konkurrieren muss. Doch vorerst gilt es, den Abstiegskampf zu meistern, denn „mit guten Unentschieden wird der FC in der entscheidenden Phase nicht weit kommen.“
Am Sonntag empfängt der 1. FC Köln Werder Bremen, und bereits am darauffolgenden Freitag geht es gegen den FC St. Pauli. Mit der klaren Zielsetzung: „Wir müssen alles dafür tun, in den nächsten beiden Spielen sechs Punkte zu holen.“ Denn Kaminski spielt nicht nur für den Klassenerhalt, sondern auch für seine eigene Zukunft – eine Zukunft, die möglicherweise auch außerhalb der Domstadt stattfinden könnte.
