Juve stabia: solmate lässt verein im stich – droht das aus?

Chaos in Castellammare! Die Juve Stabia, gerade noch auf dem Weg in die Playoff-Ränge, bangt um ihre Existenz. Die Situation ist dramatisch: Der Investor Solmate scheint seine finanziellen Verpflichtungen nicht zu erfüllen und hält den Verein in einem Zustand der Ungewissheit gefangen. Die Aussagen der Treuhänder Ferrara und Scarpa sind alarmierend und lassen wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung zu.

Ein verein im würgegriff

Ein verein im würgegriff

„Wir leben schwierige Zeiten“, so Mario Ferrara in einer Pressekonferenz. „Trotz herausragender Leistungen auf dem Platz hat der Eigentümer Solmate uns nie die notwendige Unterstützung gewährt. Wir halten dieses Verhalten für zutiefst unethisch. Solmate deckt den finanziellen Bedarf nicht und lässt gleichzeitig die eigenen Absichten im Dunkeln – und hält den Verein damit als Geisel.“ Die Treuhänder machen deutlich, dass die aktuelle Situation existenzbedrohend ist. Die Mannschaft von Trainer Abate kämpft zwar noch um die Playoff-Plätze (aktuell Platz 7 mit 48 Punkten bei vier ausstehenden Spielen), doch im Hintergrund brodelt es.

Das Problem begann im Oktober letzten Jahres, als die Juve Stabia aufgrund von Verdachtsmomenten im Bereich der Mafia-Einflüsse unter staatliche Treuhänderschaft gestellt wurde. Im Dezember übergab der damalige Präsident Langella den Verein an Brera Holdings, die später in Solmate umbenannt wurde. Nun deutet alles darauf hin, dass Solmate plant, den Verein ohne Gegenleistung abzugeben – ein Schachzug, den Ferrara und Scarpa als reine Spekulation verurteilen.

Die Deadline des 16. April steht bevor. Ohne frische Kapitalzufuhr wird der Spielbetrieb unmöglich. Das Risiko ist doppelt: finanzieller Ruin und eine Zwei-Punkte-Strafe zu Beginn der nächsten Saison. Ferrara und Scarpa appellieren eindringlich an die Verantwortlichen: „Castellammare muss zusammenstehen! Wir gehen weit über unsere Aufgaben hinaus, um jeden aufzurütteln, der ein ernsthaftes Überlebenprojekt vorlegen kann.“

Die Juve Stabia sei trotz der schwierigen Lage einer der finanziell gesündesten Vereine der Serie B, betonen die Treuhänder. Es gäbe keine ausstehenden Gehälter. Ein Abstieg in dieser Weise wäre eine Katastrophe. Ein Appell geht an die Stadt: „Wir wurden im Januar allein gelassen, die Zahlung im Februar konnte nur dank des ehemaligen Präsidenten Andrea Langella und dem Sponsor Guerri gerettet werden.“

Die Zukunft der Juve Stabia ist ungewiss, doch die Treuhänder klammern sich an die Hoffnung, dass sich ein verantwortungsvoller Investor findet, der den Verein vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Die Fans können nur bangen und hoffen, dass die schwarz-gelbe Tradition von Castellammare nicht in einer solchen Weise enden wird.