Italienischer fußball: interimstrainer soll jugend fördern!

Ein Vakuum im italienischen Fußballverband herrscht seit März. Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer zieht sich hin, und die kommenden Länderspiele im Juni gegen Luxemburg und Griechenland werden von einem Interimstrainer geleitet. Doch dieser hat eine klare Aufgabe: den jungen Talenten eine Chance zu geben.

Die flickwerk-lösung: ein blick auf die vergangenheit

Die Situation ist nicht neu. Bereits 2017, nach dem verpassten WM-Ticket, übernahm Gigi Di Biagio für kurze Zeit das Ruder und bestritt Testspiele gegen Argentinien und England. Damals, wie heute, war es eine Übergangslösung, die auf eine schnelle Entscheidung im Hintergrund hoffen lässt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Silvio Baldini, ein Name, der bereits 2018 gehandelt wurde, erneut in Betracht gezogen wird, ist hoch. Er ist verfügbar und kennt den aktuellen Kader der U21.

Doch es gibt einen Knackpunkt: Die Spiele gegen Luxemburg und Griechenland werden keine reinen Testspiele sein. Die FIFA-Weltrangliste spielt eine entscheidende Rolle. Ein schwaches Abschneiden könnte zu einer schlechteren Auslosung bei zukünftigen Qualifikationswettbewerben führen, was die ohnehin schwierige Aufgabe der Nationalmannschaft weiter erschweren würde.

Junge wilden dürfen ran: wer könnte debütieren?

Junge wilden dürfen ran: wer könnte debütieren?

Die Zeit der alten Garde scheint gezählt. Unter dem neuen, wenn auch nur interimistischen, Trainer dürfen Spieler wie Esposito, Pisilli, Palestra und Scalvini zeigen, was sie können. Auch weniger bekannte Namen wie Kayode, Koleosho, Ndour und Bartesaghi könnten eine Chance erhalten, um sich für die Zukunft zu empfehlen. Es ist unwahrscheinlich, dass etablierte Kräfte wie Donnarumma, Tonali oder Barella in den Startaufstellungen stehen werden. Der Fokus liegt klar auf der Integration junger Talente.

Die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger für den entlassenen Trainer ist noch nicht abgeschlossen. Namen wie Conte, Mancini oder Allegri werden zwar gehandelt, aber die Entscheidung wird erst nach den Wahlen am 22. Juni fallen. Bis dahin muss der Interimstrainer die Mannschaft auf die anstehenden Herausforderungen in der Nations League vorbereiten. Der erste Test gegen Belgien steht bereits vier Tage später an – eine kurze Zeit, um eine neue Nationalmannschaft zu formen.

Die kommenden Spiele sind somit ein zweischneidiges Schwert: Einerseits eine Chance für junge Spieler, sich zu beweisen, andererseits eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf die FIFA-Weltrangliste und die bevorstehenden Qualifikationsspiele. Die Aufgabe für den Interimstrainer ist klar: Jugend fördern und gleichzeitig die Reputation der italienischen Fußballnationalmannschaft wahren.