Inzaghi feiert 50: saudi-abenteuer statt wm-enttäuschung!

Simone Inzaghi, der ehemalige Inter-Coach, hat seinen 50. Geburtstag in Saudi-Arabien gefeiert – weit weg von Piacenza und den Tränen über das verpasste WM-Ticket. Statt Nostalgie genießt der Fußballlehrer das Leben im Königreich und deutet an, dass seine Zukunft dort liegt.

Ein neustart im sand: das saudische modell

„Ich lebe hier nicht nur gut, sondern besser“, gestand Inzaghi in einem Gespräch mit der „Libertà“. Der Wechsel in die Saudi Pro League war für ihn mehr als nur ein neuer Job; es war ein kompletter Neuanfang. Das Leben, die Infrastruktur, die Ruhe – alles trägt dazu bei, dass er sich auch unter dem hohen Druck des Profifußballs wohlfühlt. Die finanziellen Aspekte spielen dabei eine untergeordnete Rolle: „Natürlich ist es schön, viel zu verdienen, aber ich hatte das Geld nicht nötig.“

Die Entscheidung für Saudi-Arabien war bewusst gefallen, um neue Erfahrungen zu sammeln und den Stress hinter sich zu lassen, der ihn in seiner Zeit bei Inter belastet hatte. „Die Jahre bei Inter waren professionell sehr erfolgreich, aber auch extrem anstrengend“, so Inzaghi.

Der schmerz der verpassten wm und die hoffnung auf die zukunft

Der schmerz der verpassten wm und die hoffnung auf die zukunft

Trotz seines neuen Lebens in Saudi-Arabien vergisst Inzaghi seine italienischen Wurzeln nicht. Das verpasste WM-Ticket der Nationalmannschaft schmerzt ihn zutiefst. „Es tut mir sehr leid, dass Italien zum dritten Mal in Folge nicht dabei ist. Ich bin zu hundert Prozent Italiener – mein Bruder hat sogar eine WM gewonnen!“ (Anspielung auf seinen Bruder Filippo Inzaghi).

Doch Inzaghi blickt optimistisch in die Zukunft: „Der italienische Fußball wird sich erholen. Davon bin ich überzeugt.“ Er betont, dass er Italien bewusst verlassen hat, um neue Wege zu gehen – ein Schritt, der sich für ihn bisher als richtig erwiesen hat.

Kein blick zurück: vertragsbindung und familienglück

Kein blick zurück: vertragsbindung und familienglück

Gerüchte über eine mögliche Rückkehr in die italienische Serie A, vielleicht sogar als Nationaltrainer, gibt Inzaghi von sich weis. „Ich bin geschmeichelt, aber ich fühle mich hier gut und habe noch einen Vertrag mit Al-Hilal“, erklärt er. Im Moment genießt er das Familienglück und die sportlichen Erfolge, die er in seiner Karriere bereits gefeiert hat.

Besonders stolz ist Inzaghi auf seinen Sohn Lorenzo, der ebenfalls dem Fußballverein Al-Hilal angehört. Der 13-jährige Stürmer hat in dieser Saison bereits 21 Tore erzielt und beeindruckt mit seiner Größe (knapp unter 1,80 Meter). Auch der jüngere Bruder Andrea zeigt Talent und begeistert seinen Vater mit seinem Engagement für den Fußball.

Die Inzaghi-Familie scheint ihr Glück im Sand von Saudi-Arabien gefunden zu haben – eine Geschichte, die zeigt, dass neue Abenteuer auch in ungewöhnlichen Ländern geschrieben werden können.