Inter: Bilanz nach den ersten Testspielen – Barella, Bisseck und Diouf überzeugen
PERTH (AUSTRALIEN) – Nach den ersten Testspielen der Vorbereitung, inklusive des Debüts gegen eine deutsche Amateurauswahl, zieht der Corriere della Sera eine Zwischenbilanz der Mannschaft von Coach Chivu. Die Inter bestritt bisher drei Freundschaftsspiele: einen knappen Sieg gegen Karlsruhe (2:1), ein Unentschieden und anschließend ein Penaltysieg gegen Manchester City (1:1) sowie ein weiteres Unentschieden gegen den AC Mailand in Perth (1:1).
Was gut läuft
Das Barella-Dimarco-Duo harmoniert weiterhin hervorragend, sowohl auf als auch neben dem Platz. Das Duo hat eine konstante Leistung zwischen dem Ende der letzten Saison und der Vorbereitung gezeigt. Im Derby von Australien waren sie maßgeblich am Führungstreffer der Inter beteiligt, der jedoch durch einen umstrittenen Elfmeter des AC Mailand zunichte gemacht wurde. Chivu setzt auf diese bewährte Kombination.
Die Entwicklung von Yann Bisseck ist eine positive Überraschung. Der Youngster hat sich nach seinem Vertragsverlängerung bis 2031 als zuverlässig erwiesen, auch in der ungewohnten Rolle als Innenverteidiger. Er hat Reife und Selbstvertrauen gewonnen, was ihm Stabilität verleiht. Der FC Liverpool unter Jürgen Klopp beobachtet ihn weiterhin im Blick auf die deutsche Nationalmannschaft.
Andy Diouf, die Verpflichtung von Chivu, passt sich gut an die Rolle als Rechtsaußen an und zeigt vielversprechende Ansätze. Er muss seine Defensivarbeit verbessern und öfter nach innen ziehen, um seinen starken linken Fuß optimal zu nutzen. Aber er entwickelt sich stetig weiter.

Was verbessert werden muss
Ein großes Problem ist die Offensive, die bisher in den Testspielen noch kein Tor erzielt hat. Pio Esposito war zwar gegen deutsche Amateure noch treffsicher, konnte seine Form aber nicht halten. Das Fehlen von Lautaro und Thuram macht sich bemerkbar. Dieses Problem muss schnell gelöst werden, da das Duo ThuLa beim Saisonstart gegen Monza nicht zur Verfügung stehen wird. Chivu setzt daher verstärkt auf die jungen Iddrissou und Lavelli, während Mosconi etwas hinterherhinkt.
Die Spielweise der Inter wirkt bisher noch etwas eintönig. Neben den Ideen von Diouf, Barella und Zielinski fehlt es an Variabilität. Die Fitness ist noch nicht optimal, zudem fehlt Calhanoglu. Ein zentraler Mittelfeldspieler mit mehr Tempo und Intensität wäre wünschenswert – ähnlich wie Curtis Jones, der von Chivu ausdrücklich gefordert wird. Stankovic, der gegen City gut und gegen Mailand weniger überzeugend war, ähnelt seinen Mitspielern.
Alessandro Bastoni befindet sich noch nicht in Topform. Im Derby hatte er gegen Loftus-Cheek Schwierigkeiten. Er muss sich noch steigern, da die Inter keine Anzeichen für einen möglichen Abgang erhalten hat und Chivu weiterhin auf ihn setzt.
