Hsv vor augsburg: polzin schaut nach vorne – trotz länderspiel-marathon!
Hamburg bangt nicht, sondern bereitet sich vor. Während andere Vereine in der Bundesliga-Endphase vielleicht schon den Kopf in den Sand stecken, konzentriert sich der Hamburger SV auf die anstehenden Aufgaben. Besonders vor dem Duell mit dem FC Augsburg am Karsamstag will Trainer Merlin Polzin keine negativen Gedanken zulassen, obwohl die Situation für den HSV keineswegs einfach ist.
Vuskovic: von seattle nach hamburg – und direkt wieder ins abwehrzentrum?
Die Länderspielpause hat den HSV-Kader natürlich auf Trab gehalten. Neun Spieler waren im Einsatz, darunter der Youngster Luka Vuskovic, der gerade erst von seiner Reise mit der kroatischen Nationalmannschaft aus den USA zurückgekehrt ist. Zwei Spiele über die volle Distanz, die Zeitverschiebung – das fordert seinen Tribut. Doch Polzin ist optimistisch: „Ich hatte nach seiner Rückkehr ein Gespräch mit ihm, er hatte ein Lächeln auf den Lippen.“
Die Tottenham-Leihgabe, der im März seine WM-Ticket sicherte und in der Heimat für Furore sorgt, könnte bereits am Samstag gegen Augsburg wieder in der Startelf stehen. Seine Leistungen im kroatischen Trikot, insbesondere gegen Kolumbien und Brasilien, wurden von Experten überschlagen mit Lob. Selbst gegen Brasilien, trotz eines 1:3, zeigte er eine beeindruckende Leistung, bevor er in der 82. Minute ausgewechselt wurde.
Aber es gibt noch weitere Sorgenfalten. Neben Vuskovic fallen Capaldo und Dompé definitiv aus. Nicolai Remberg ist gesperrt, und auch die Fragezeichen hinter der Fitness einiger anderer Spieler sind noch nicht vollständig ausgeräumt. Das Mittelfeldzentrum muss also neu besetzt werden, was die Vorbereitung auf Augsburg zusätzlich erschwert.

Fokus auf die eigene leistung – augsburg ist nur eines von vielen hindernissen
Polzin betont immer wieder, dass er den Blick nach vorne richten will. „Wir sind weit davon entfernt, von Endspielen zu sprechen“, erklärt er. „Wir wissen, dass unsere Aufgaben alle anspruchsvoll sind.“ Der FCA wird dabei explizit der Kategorie „anspruchsvoll“ zugeordnet. Die Tatsache, dass es nur noch drei der sieben verbleibenden Spiele im Volksparkstadion stattfinden, und dass Augsburg der einzige Gegner aus der unteren Tabellenhälfte ist, blendet der Coach bewusst aus. Es geht um die eigene Leistung, um die Konzentration auf den eigenen Kader.
Die Ausgangslage mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mag komfortabel erscheinen, doch die kommenden Aufgaben sind alles andere als einfach. Der HSV muss sich beweisen und zeigen, dass er in der Lage ist, die Herausforderungen zu meistern. Denn eines ist klar: Nur wer sich auf seine Stärken konzentriert und die Konzentration bewahrt, kann in dieser nervenaufreibenden Endphase der Saison die erhofften Punkte holen.
