Hormuz gesperrt: wie der iran die autowelt in den abgrund zieht

Am 28. Februar 2026 veränderte sich die geopolitische Landkarte des Nahen Ostens innerhalb weniger Stunden. Ein gemeinsamer Angriff der USA und Israels auf den Iran tötete Oberster Führer Ali Khamenei – und Teheran schloss postwendend die Straße von Hormuz. Der Ölpreis schoss sofort in die Höhe. Was für viele wie ein fernes Militärereignis klingt, trifft die Automobilindustrie mitten ins Herz.

Warum hormuz kein abstraktes problem ist

Durch diese schmale Meerenge fließen täglich rund 20,9 Millionen Barrel Rohöl – das entspricht etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Dazu kommt fast ein Fünftel des globalen Flüssigerdgashandels. Wer diese Passage kontrolliert oder blockiert, hält die Energieversorgung Europas und Asiens in der Hand. Keine Übertreibung: Das ist schlicht Arithmetik der Energiegeografie.

Für die Automobilbranche ist das doppelt brisant. Nicht nur wegen des Kraftstoffpreises. Der Iran sitzt auf Reserven, die für die Elektromobilität mindestens genauso relevant sind wie für Verbrennungsmotoren. 8,5 Millionen Tonnen Lithium in der Provinz Hamedan. Kupfer, Zink, Titan. Und dazu Seltene Erden, ohne die keine einzige Hochleistungsbatterie gebaut werden kann.

Die rohstoffkarte, die kaum jemand kennt

Die rohstoffkarte, die kaum jemand kennt

Der Iran ist nicht nur der drittgrößte Ölreservenhalter der Welt – hinter Venezuela und Saudi-Arabien, mit 209 Milliarden Barrel – sondern auch der zweitgrößte Erdgasbesitzer nach Russland. Das allein wäre schon eine strategische Machtposition. Doch die kritischen Rohstoffe sind das, was Teheran in der Debatte um Elektrofahrzeuge und saubere Technologien zur echten Wildkarte macht.

Eine einzige 60-kWh-Lithium-Ionen-Batterie benötigt zwischen 6 und 11 Kilogramm Lithium, rund 29 Kilogramm Nickel und etwa 8 Kilogramm Kobalt. Multipliziert man das mit den Produktionsplänen der deutschen und chinesischen Automobilhersteller, wird schnell klar: Die Versorgungssicherheit dieser Materialien ist keine Nebenfrage der Energiepolitik. Sie ist das Fundament der Elektromobilitätsstrategie.

Peking und teheran: eine partnerschaft mit sprengkraft

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China hat das längst verstanden. Im Jahr 2023 importierte die Volksrepublik zwischen 1,4 und 1,5 Millionen Barrel iranisches Öl pro Tag – über 80 Prozent der gesamten iranischen Exporte. Die sogenannten „Teapot Refineries