Hoeneß kritisiert berater-gagen bei upamecano-verlängerung
Hoeneß attackiert berater nach upamecano-deal
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich in aller Deutlichkeit zur Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano geäußert. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung machte er keinen Hehl daraus, dass er vom Verhalten der Berater rund um den französischen Innenverteidiger äußerst unzufrieden ist. Die hohen Forderungen der Berater seien für ihn ein Dorn im Auge.

Monatelange verhandlungen mit vielen wendungen
Die Verhandlungen um die Vertragsverlängerung von Upamecano zogen sich über Monate hin und waren von zahlreichen Wendungen geprägt. Der vorherige Vertrag des Spielers wäre in diesem Sommer ausgelaufen, nun ist er bis zum 30. Juni 2030 an den FC Bayern gebunden. Laut Hoeneß war er beim Verhalten der Berater „entsetzt“, wie er bereits Anfang Februar gegenüber dem kicker äußerte.
Streitpunkt handgeld für berater und spieler
Ein zentraler Streitpunkt waren die hohen Handgelder, die sowohl für die Berater als auch für Upamecano selbst gefordert wurden. Hoeneß kritisierte, dass die Berater versuchten, den Preis zu erhöhen oder den Spieler zu einem anderen Verein zu drängen, und dafür noch ein Handgeld verlangen. Dies sei ein Widerspruch, den der FC Bayern nicht länger hinnehmen werde.
„Sie verdienen viel zu viel geld“
Hoeneß machte deutlich, dass er die Verdienstmöglichkeiten der Berater kritisch sieht. „Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird. Sie verdienen viel zu viel Geld für das, was sie leisten – bei einigen geht es nicht über drei Mittagessen mit uns hinaus“, so der Bayern-Patron.
Konsequenzen für die zukunft: „verstärkt nein sagen“
Für die Zukunft kündigte
Hoeneß an, dass der FC Bayern verstärkt „Nein“ sagen und sich nicht mehr auf diesen „Wahnsinn“ einlassen werde. Er schlug vor, Spielern klarzumachen, dass Verhandlungen mit ihren Beratern bei unverschämtem Verhalten eingestellt werden. Denkbar sei auch, Berater auf eine Liste zu setzen und keine Spieler mehr von ihnen zu verpflichten.Díaz-transfer als positives beispiel
Im Gegensatz zum Fall Upamecano lobte Hoeneß die Verpflichtung von Luis Díaz. Der Berater von Díaz habe sich sehr dafür eingesetzt, den kolumbianischen Nationalspieler nach München zu holen, und dabei stets fair mit dem FC Liverpool verhandelt. „So einen Mann bezahlen wir gern“, betonte der Ehrenpräsident.
Eberl bestätigt die problematik
Auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl äußerte sich im exklusiven Interview mit SPORT1 ausführlich zu den Verhandlungen mit Upamecano und bestätigte die von Hoeneß geäußerte Problematik. Die hohen Forderungen der Berater seien ein Thema, das der FC Bayern intern diskutieren müsse.
