Glasner schweigt – milan-poker geht weiter!

Oliver Glasner hält die Fußballwelt in Atem! Während die Gerüchte um einen Wechsel zum AC Mailand immer lauter werden, hat der frühere Crystal Palace-Trainer in Österreich überraschend Klarheit geschaffen – und gleichzeitig weiter für Verwirrung gesorgt. Ein Tennisspiel in Mehrnbach wurde zur unfreiwilligen Pressekonferenz.

Die pokerface-strategie des österreichischen trainers

Glasner, der sich aktuell im Urlaub befindet, wurde von österreichischen Medien aufgespürt, während er in Mehrnbach, einem beschaulichen Ort in Oberösterreich, eine Partie Tennis bestritt. Seine Antwort auf die brennende Frage nach seiner Zukunft war diplomatisch, aber aussagekräftig: „Es ist sehr schön, dass mich die Medien mit fast allen Vereinen in Verbindung bringen, seit ich das Ende meines Vertrags beim Crystal Palace bekannt gegeben habe. Ich werde diese Gerüchte weder kommentieren, noch werde ich es jetzt tun. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werde ich es bekannt geben. Alles muss perfekt sein, um bei einem neuen Verein anzufangen. Man muss ein gutes Gefühl haben: wenn dieses Gefühl fehlt, dann passiert nichts.“

Diese Worte lassen Raum für Interpretationen. Obwohl Glasner keine direkten Aussagen zum AC Mailand trifft, deutet seine Formulierung darauf hin, dass er grundsätzlich an einem Wechsel interessiert ist – sofern die Bedingungen stimmen. Die Verhandlungen mit dem Mailänder Verein laufen offenbar auf Hochtouren, wobei ein Zweijahresvertrag im Raum steht.

Ein entscheidender Faktor könnte die Rolle von Ralf Rangnick sein, dem neuen Sportdirektor des AC Mailand. Glasner hegt eine enge Verbindung zu Rangnick, was seine Entscheidung zusätzlich beeinflussen könnte. Der Feyenoord Rotterdam wurde bereits abgelehnt – ein deutliches Signal, dass Glasner die Angebote aus Mailand ernst nimmt und gezielt nach einem Projekt sucht, das seinen Vorstellungen entspricht.

Glasners prognose für die wm und seine pläne

Glasners prognose für die wm und seine pläne

Neben der Frage seiner beruflichen Zukunft äußerte sich Glasner auch zur anstehenden Weltmeisterschaft. „Ich werde natürlich die Spiele verfolgen, vor allem die von Österreich“, so der Coach. „Ich stehe immer früh auf, um mit meiner Tochter frühstücken zu gehen, aber um 4 Uhr morgens ist es selbst für mich noch etwas zu früh.“ Seine Prognose für den Turniersieg ist ebenso diplomatisch wie realistisch: „Ich sehe gute Chancen für Österreich, die K.o.-Runde als Zweiter zu erreichen. Frankreich sehe ich als Favoriten, aber ich bin mir nicht sicher. Auch Spanien sehe ich gut, aber das Klima wird eine Rolle spielen. Außerhalb Europas hat bisher nur Deutschland 2014 ein WM-Turnier gewonnen. Deshalb füge ich noch Argentinien hinzu.“

Nach dem Urlaub stehen Glasner noch einige dringende Termine bevor: „Ich muss meinen Fiscalisten aufsuchen und habe einen Lunchtermin bei einem Freund, der schon vor drei Jahren vereinbart wurde. Außerdem nehme ich an einem Golf-Turnier teil, das von einem meiner ehemaligen Schulfreunde organisiert wurde.“ Der Termin beim Fiscalisten könnte jedoch entscheidender sein als ein entspanntes Golfturnier, wenn es um die finalen Verhandlungen mit dem AC Mailand geht.

Die Fußballwelt wartet gespannt auf Glasners Entscheidung. Ob er sich für das glamouröse Projekt in Mailand entscheidet oder doch noch eine andere Option wählt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass der österreichische Trainer weiterhin für Gesprächsstoff sorgen wird.