Eintracht-boss hellmann enthüllt: so hart ist der fußball-business!

Axel Hellmann, der Mann, der Eintracht Frankfurt in eine internationale Erfolgsgeschichte geführt hat, nimmt kein Blatt vor den Mund. In einem Gespräch im Frankfurter Kabarett „Die KÄS“ offenbarte der Eintracht-Boss, wie schwierig es war, sich in der Fußball-Szene zu etablieren und welche Taktiken notwendig sind, um im Geschäft zu überleben. Die Enthüllungen werfen ein neues Licht auf die vermeintlich glamouröse Welt des Fußballs.

Der steinige weg zur anerkennung

Hellmann, der als Jurist ohne Fußball-Hintergrund zur Eintracht kam, schilderte, dass es über ein Jahrzehnt dauerte, bis er das Vertrauen von Schwergewichten wie Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß gewonnen hatte. „Du musst dir für bestimmte Situationen einen gewissen Habitus aneignen“, so Hellmann. „Auch, weil es natürlich darum geht, dass du in diesem Geschäft täuschen und tarnen, oder ab und zu mal den anderen dominieren musst.“ Die Fußball-Welt, so Hellmann, sei kein Ort für Zauderer.

Er beschrieb eine frühere Zeit, in der sich die Branche übertrieben selbst wichtig nahm. Doch dieser Umstand habe sich glücklicherweise gewandelt. „Es gibt inzwischen viele Leute, die sehr sachorientiert arbeiten, weil sie nicht aus der klassischen Fußballwelt kommen. So wie ich auch“, erklärte Hellmann. Diese Professionalisierung habe dazu beigetragen, die übertriebene Selbstüberschätzung abzubauen.

Ekitiké – der verhinderte weltstar

Ekitiké – der verhinderte weltstar

Trotz der jüngsten Delle in der Eintracht-Saga, die durch die enttäuschende Leistung unter Albert Riera entstanden ist, blickt Hellmann stolz auf die vergangenen Jahre zurück. Besonders der Abgang von Hugo Ekitiké für 95 Millionen Euro zum FC Liverpool schmerzt. „Er wurde leider durch seine Achillessehnenverletzung zurückgeworfen, aber er wäre der Top-Spieler der WM geworden und hätte auch Kylian Mbappé in den Schatten gestellt“, so Hellmann. Der Franzose, dessen Karriere durch die Verletzung jäh unterbrochen wurde, hatte das Potenzial, die Welt im Sturm zu erobern.

Die Millionenverkäufe unter Markus Krösche haben die Eintracht wieder zu einer internationalen Größe gemacht, doch der verpasste Transfer von Ekitiké zeigt, wie schnell sich die Situation ändern kann. Die Frankfurter stehen vor der Herausforderung, sich neu zu fokussieren und die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, um wieder an die Erfolge der vergangenen Saison anzuknüpfen. Die kommenden Transferperioden werden entscheidend sein.