Ehe-torwart manninger: 'conte glaubte als einziger an den scudetto'

Alexander Manninger, einst Juve-Torwart und später zweiter Schlussmann hinter Gianluigi Buffon, blickt in einem exklusiven Interview auf seine bewegte Karriere zurück. Der Österreicher, der sich nun dem Handwerk verschrieben hat, teilt Anekdoten von Conte, Klopp und den legendären Kollegen Del Piero und Buffon.

Ein unerwarteter karriereweg: vom arsenal-talent zum juve-kandidaten

Manninger begann seine Karriere bei Arsenal, wo er unter Arsène Wenger in der Premier League spielte. "Es war eine aufregende Zeit, ich war ein junger Mann und Wenger wollte eine internationale Dimension in den Verein bringen. Ich war ein Teil davon." Doch der Wunsch zu spielen führte ihn weiter. Ein kurzzeitiger Abstecher nach Florenz erwies sich als Fehltritt. "Es war eine schwierige Situation, der Verein stand am Rande des Ruins. Wir wurden monatelang nicht bezahlt. Es war ein einziges Chaos."

Conte

Conte's glaube und del pieros ehrgeiz

Die Rückkehr zu Juventus war für Manninger ein besonderer Moment, denn er hatte bereits zehn Jahre zuvor die Chance gehabt, für die Bianconeri zu spielen. Er erinnert sich mit einem Lächeln: "Conte hat mich sofort insgeheim geschätzt und mir das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden. Als er übernahm, war er der Einzige, der wirklich an den Scudetto glaubte. Das war eine bemerkenswerte Haltung angesichts der schwierigen Ausgangslage." Auch die Zusammenarbeit mit Alessandro Del Piero war prägend. "Del Piero war ein unglaublicher Arbeiter, er blieb stundenlang nach dem Training, um an seinen Schüssen zu feilen. Ein echter Profi!"

Der einfluss von buffon und klopp

Der einfluss von buffon und klopp

Die Beziehung zu Gianluigi Buffon war von gegenseitigem Respekt geprägt. Manninger beschreibt ihn als einen außergewöhnlichen Menschen und Torwart. "Buffon hat mich immer ermutigt und mir das Gefühl gegeben, dass ich dazugehöre. Seine Ruhe und sein Selbstvertrauen waren beeindruckend." Auch Jürgen Klopp schätzte Manningers Arbeitsmoral. "Klopp wusste schon vor meiner Verpflichtung bei Liverpool von mir. Er sagte: 'Ich will den Torwart, der mir gegen Dortmund alles abgeräumt hat!'.“

Zurück zu den wurzeln: das handwerk als neue leidenschaft

Zurück zu den wurzeln: das handwerk als neue leidenschaft

Heute lebt Manninger in den Bergen und hat sich dem Handwerk verschrieben. "Ich baue mir ein Haus und genieße die Einfachheit“, sagt er. "Die Arbeit als Schreiner hat mich gelehrt, wie wichtig Fleiß und Ausdauer sind. Im modernen Fußball wird zu viel Wert auf Äußerlichkeiten und soziale Medien gelegt. Ich vermisse Figuren wie Del Piero und Buffon, die das Spiel mit ihrer Persönlichkeit geprägt haben.“ Die Fußballwelt hat ihn verlassen, aber die Erinnerungen an die glorreichen Zeiten bleiben.