Dumfries-poker: real madrid macht ernst – nur im juli!

Madrid bangt um die Dienste von Denzel Dumfries. Die Königlichen sehen im Inter-Verteidiger einen möglichen Nachfolger für den vereinsamten Dani Carvajal, doch die Verpflichtung wird zu einem Katz-und-Maus-Spiel. Ein Blick auf die ungewöhnliche Klausel und die Wahlkampf-Atmosphäre in Madrid offenbart eine komplizierte Transfer-Situation.

Wahlkampf und transfer-gerüchte in der spanischen hauptstadt

Wahlkampf und transfer-gerüchte in der spanischen hauptstadt

Madrid ist diese Woche nicht nur Schauplatz von Kommunalwahlen, sondern auch von hitzigen Transfergerüchten. Am Sonntag entscheiden die Mitglieder des Real Madrid über die Zukunft des Vereins – zwischen dem umstrittenen Amtsinhaber Florentino Pérez und dem Herausforderer Enrique Riquelme. Die Wahlkampf-Atmosphäre wirkt sich natürlich auch auf den Transfermarkt aus, wo die Verantwortlichen um einen Kaderumbruch bangen, der seit zwei Jahren ohne große Titel auskommt. Namen kursieren, und einer davon ist Denzel Dumfries.

Die spezielle Klausel im Vertrag Das Interesse am niederländischen Rechtsverteidiger ist eng an einer Klausel in seinem Vertrag mit Inter Mailand gekoppelt. Zwischen dem 1. und 31. Juli kann Dumfries für eine Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro frei transferiert werden. Ein ungewöhnliches Konstrukt, das die Verhandlungen kompliziert. Vor oder nach diesem Zeitraum müsste man mit Inter verhandeln, was den Preis in die Höhe treiben könnte.

Der 30-jährige Dumfries, der im April seinen Geburtstag feierte, kam für 12 Millionen Euro zu Inter und bestritt in den letzten drei Saisons lediglich 20 Ligapartien als Stammspieler. Ob diese Einsatzzeiten für die anspruchsvollen Ansprüche des Real Madrid ausreichen, bleibt abzuwarten.

Die 25 Millionen Euro der Klausel im Juli scheinen für Inter und möglicherweise auch für die potenziellen Interessenten akzeptabel zu sein. Ein Jahr zuvor war Barcelona an Dumfries interessiert, nun scheint der Fokus auf Madrid zu liegen. Aber Vorsicht: Real Madrid hat in der Vergangenheit auch mit riskanten Transfers gelockt. Der Transfer von Trent Alexander-Arnold, der letztendlich scheiterte, kostete nicht nur ein beachtliches Gehalt, sondern auch einen 10-Millionen-Euro-Bonus für den Liverpool FC, um ihn für das unnötige Weltmeisterschaftsturnier einsetzen zu können. Der Engländer konnte die Erwartungen nicht erfüllen und steht nun nicht einmal im Kader von Thomas Tuchel.

Mourinho-Effekt und Porro-Alternativ Die Personalie Dumfries wird zusätzlich durch die mögliche Anstellung von Jose Mourinho als neuer Trainer kompliziert. Mourinho, der Dumfries bereits aus seiner Zeit beim Manchester United kennt, könnte den Transfer vorantreiben. Alternativ wird auch der Name von Pedro Porro, einem spanischen Nationalspieler und Leistungsträger bei Tottenham Hotspur, gehandelt. Allerdings gilt Porro als schwer zu bekommen, da Tottenham nicht mit leeren Händen ziehen lässt.

Die Reihenfolge der Ereignisse ist entscheidend: Zuerst die Wahl in Madrid, dann die Entscheidung über den neuen Trainer und schließlich, falls alles passt, die Mission nach Mailand, um Dumfries’ Klausel im Juli zu aktivieren. Die Zeit drängt, und die Transfer-Saga verspricht noch einige Wendungen.