Cruz zieht paz-inter-karte, doch der blick gilt mastantuono
Julio Cruz lüftet den Vorhang: Nico Paz im Nerazzurri-Trikot? „Ein Traum, aber der Real Madrid nicht zu verkaufen.“ Stattdessen wirft der Argentinier einen anderen Namen in die Schale – und der kommt ebenfalls aus Madrid, nur mit anderem Stempel.
Warum paz aktuell nur ein kapitel für sich bleibt
Der 19-jährige Mittelfeldregisseur beendete seine Leihe zu Teneriffa mit neun Scorerpunkten in 28 Spielen, genug, dass Ancelottis Clan die Rückhol-Klausel bereits zieht. Cruz kennt die Mechanik: „Paz entscheidet nicht, Florentino schon.“ Der Ex-Inter-Stürmer weiß, wovon er spricht – 2002 wechselte er selbst von Bologna nach Mailand, damals noch unter Moratti-Regie. Heute herrscht ein anderer Wind im Appiano: Marotta jagt Wertanlagen, keine Prestigeobjekte. 40 Millionen Ablöse für ein Rohprojekt? Selbst bei Suning-Ausverkauf ein Graus.
Doch Paz bleibt auf der Liste. Inzaghi schwärmt von dessen vertikalen Passlinien, Ausdauerwerten von 11,8 km Schnitt pro Partie. Die Zahlen liegen auf dem Tisch, doch Zahlen allein kaufen kein Real-Talent frei. Der Klub plant mit ihm die Nachfolge von Kroos – wer da anfragt, bekommt ein „no hay trato“ zu hören.

Mastantuono: der plan-b mit river-dna
Cruz liefert direkt den Alternativplan: „Franco Mastantuono, 16, bereits mit Zweitliga-Minuten für River. Linksfuß, 1,86 m, aber mit Drehung wie ein Tischtennisball.“ Scouts des FC Bayern und Benfica bereits an der Angel, Preisschild: 25 Millionen plus 30 % Weiterverkaufsbeteiligung. Der Junge brauche „nur die richtige Bühne“, sagt Cruz und meint: San Siro.
Inter hat Mastantuono seit Januar auf dem Radar. Ein Gespräch fand in Buenos Aires statt, organisiert von Cruz‘ altem Weggefährten Zanetti. Die Botschaft: Komm jetzt, lerne zweisprachig, spiel Coppa, wachse hinter Calhanoglu. Der Spieler selbst schickt via Instagram Herz-Emojis in Richtung Milano – mehr Distanz hat der Deal nicht.
Real Madrid hält zwar ebenfalls eine Call-Option, doch die zieht erst 2027. Bis dahon will River kassieren und Mastantuono Spielzeit garantieren. Inter kann beides liefern: Geld plus Perspektive. Cruz‘ Fazit: „Paz ist die Illusion, Mastantuono die Lösung.“
Am 30. Juni tickt die Uhr. Wer zuerst unterschreibt, bestimmt das Mittelfeld der Nerazzurri für die nächste Dekade. Paz oder Mastantuono – Cruz hat seine Wahl getroffen. Marotta muss nur noch zustimmen.
