Barcelona sondiert: lucumí als bastoni-ersatz?
Die katalanische Metropole brodelt! Während der FC barcelona fieberhaft an der Neubesetzung der Innenverteidigung arbeitet, zeichnet sich eine überraschende Entwicklung ab. Nach intensiven Bemühungen um Alessandro Bastoni vom Inter Mailand könnte der Blick nun verstärkt nach Bologna gehen – hin zu Jhon Lucumí.

Decos plan b: der kolumbianer rückt in den fokus
Die sportliche Führung um Deco hat sich das Ziel gesetzt, die Abwehrzentrale mit einem Linksfuß zu verstärken, der zudem ein gutes Auge für das Aufbauspiel besitzt. Bastoni, das Wunschdenkmal von Trainer Hansi Flick, erfüllt dieses Profil ideal. Doch die hohen Preisvorstellungen des Inter Mailand – zwischen 60 und 70 Millionen Euro – stellen den finanziell angeschlagenen FC barcelona vor ein unlösbares Problem. Ein Preis, den sich der Verein aktuell nicht leisten kann, auch wenn Bastoni selbst Gerüchte über eine Unzufriedenheit in Mailand, begünstigt durch das frühe Aus der italienischen Nationalmannschaft bei der WM 2026, nicht abstreitet.
Daher schwenkt der Blick nun nach Bologna. Die Verantwortlichen um Sportdirektor Maillol beobachten Jhon Lucumí seit einiger Zeit mit großem Interesse. Der 27-jährige Kolumbianer hat sich in der Serie A zu einem der zuverlässigsten Abwehrspieler entwickelt und verkörpert genau das, was Flick sich für seine neue Mannschaft wünscht: einen robusten, spielstarken Linksfuß mit Führungsqualitäten. Seine Leistungen in der Champions League, wo er sogar Treffer erzielte, sprechen eine deutliche Sprache.
Die Zahlen sprechen für sich: Lucumí kostet lediglich rund 25 Millionen Euro – ein Schnäppchen im Vergleich zu Bastonis geforderter Ablösesumme. Sein Vertrag läuft 2026 aus, was Bologna zusätzlich unter Druck setzt, diesen Sommer noch einen Verkauf anzustreben, um nicht ohne eine Entschädigung abzugeben. Die Verpflichtung Lucumís würde nicht nur die Abwehr verstärken, sondern auch die Flexibilität im Spiel erhöhen. Seine Fähigkeit, das Spiel von hinten heraus zu eröffnen und auch mal einen Ball nach vorne zu treiben, passt perfekt zu Flicks taktischen Vorstellungen.
Doch der FC barcelona spielt nicht nur offensiv. Die Verhandlungsführung mit Bologna soll auch ein Signal an den Inter Mailand senden: „Wir haben Alternativen.“ Sollte sich Inter nicht von seinen finanziellen Vorstellungen lösen, zögert der FC barcelona nicht, seine Aufmerksamkeit auf Lucumí zu verlagern. Die Entscheidung ist gefallen: Lucumí ist nicht nur ein Backup-Plan, sondern eine ernsthafte Option, die das Potenzial hat, die Abwehr des FC barcelona nachhaltig zu stabilisieren. Und angesichts der anstehenden Abgänge erfahrener Spieler wie Iñigo Martínez wird seine Erfahrung und sein Können besonders schmerzhaft fehlen.
Die Zeichen stehen auf Bologna – und auf einen neuen Abwehrchef in Barcelona.
