Gemüse-mix: so vermeiden sie bauchschmerzen und nährstoffmangel!

Wer denkt, dass ein bunter Gemüseteller zum Abendessen ein Garant für Gesundheit ist, irrt möglicherweise. Ernährungswissenschaftlerin Maila Fiorentini warnt: Ein unbedachter Gemüsemix kann zu Verdauungsbeschwerden und sogar einer schlechteren Nährstoffaufnahme führen. Die Gazzetta Active hat sich mit den Details beschäftigt.

Die richtige wahl macht den unterschied

Es geht nicht darum, auf Gemüse zu verzichten, sondern darum, bewusst auszuwählen. Ein unachtsamer Gemüsemix, insbesondere wenn er gekocht ist, kann tatsächlich Probleme verursachen. Fiorentini erklärt: „Die Art der Gemüse, die Menge und die Zubereitungsmethode spielen eine entscheidende Rolle.“

Besonders problematisch sind Gemüsesorten mit hohem FODMAP-Gehalt. Dazu gehören Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Chicorée und Grünkohl. Diese können bei empfindlichen Personen, beispielsweise bei Reizdarmsyndrom, zu Blähungen, Flatulenzen, Bauchschmerzen und sogar Durchfall oder Verstopfung führen. Die Fermentation dieser Gemüsesorten im Darm kann die Symptome verschlimmern.

Achtung bei blutverdünnenden Medikamenten! Auch Gemüsesorten, die reich an Vitamin K sind, wie Spinat, Mangold, Grünkohl, Brokkoli und Salat, können die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten beeinflussen. Hier ist Absprache mit dem behandelnden Arzt unerlässlich.

Die falsche kochtechnik ruiniert alles

Die falsche kochtechnik ruiniert alles

Doch nicht nur die Auswahl des Gemüses ist wichtig, sondern auch die Art der Zubereitung. „Langes Kochen zerstört hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin C und verringert die Aufnahme von Mineralien wie Eisen und Kalzium, da diese ins Kochwasser gelangen“, so Fiorentini. Die Expertin empfiehlt, möglichst wenig Wasser zu verwenden und die Kochzeit kurz zu halten. Eine schonende Zubereitung im Dampfgarer ist ideal, um Vitamine und die Konsistenz der Gemüse zu erhalten. Alternativ kann man das Gemüse in der Pfanne mit etwas Wasser und Olivenöl anbraten oder im Ofen rösten, um Nährstoffverluste zu minimieren.

Ein Mix aus Zucchini, Aubergine, Karotten, Pilzen und pachino-Tomaten mit Zwiebeln in der Pfanne ist hingegen eine gute Wahl.

Was sie vermeiden sollten

Was sie vermeiden sollten

Ein Mix aus Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl sollte man lieber meiden, insbesondere bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt. Auch Minestrone sollte man nur moderat, nicht öfter als zweimal pro Woche, genießen. Ein kleiner Salat vor dem Minestrone kann helfen, die Verdauung zu unterstützen.

Um übermäßigen Kalorien- und Salzverbrauch zu vermeiden, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin, regelmäßig Kräuter und Gewürze zu verwenden. „Achten Sie dabei auf milde Aromen und seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen“, so Fiorentini.

Die Faszination für gesunde Ernährung sollte uns nicht blind machen. Ein bewusster Umgang mit Gemüse ist der Schlüssel zu einem gesunden und angenehmen Wohlbefinden – und ein voller Bauch muss eben nicht immer ein guter Bauch sein!