Gauff stellt das tennis-zählen infrage: „das ergibt keinen sinn!“
Coco Gauff, die Weltranglisten-Vierte, hat bei einer Pressekonferenz vor ihrem Rom-Finale für Aufsehen gesorgt. Nicht wegen ihrer taktischen Ausrichtung gegen Elina Svitolina, sondern wegen einer überraschenden Kritik am bewährten Zählsystem im Tennis – eine Ansage, die selbst erfahrene Sportexperten zum Nachdenken bringt.

Ein system, das verwirrt
Die 22-jährige Amerikanerin, frisch von ihrem French Open-Sieg 2025, äußerte ihre Verwirrung bei der Beantwortung einer Frage nach möglichen Verbesserungen im Tennis. „15:0, 30:0, dann kommt 40. Das ergibt für mich keinen Sinn“, gestand sie mit einem Lächeln. Die Schwierigkeit, dieses System anderen zu erklären, bezeichnete sie als „sehr schwer“. Es ist eine Beobachtung, die sich auch viele Gelegenheitszuschauer stellen, die den Sport nur sporadisch verfolgen.
Gauff schlägt eine logischere Alternative vor: „Es sollte schrittweise gehen. Es sollte 45 sein, nicht 40.“ Diese einfache Änderung, so ihre Überlegung, würde die Verständlichkeit des Spiels für ein breiteres Publikum erhöhen. Ob ihre Idee auf Gegenwind stößt oder tatsächlich Diskussionen über eine Reform des Zählsystems auslöst, bleibt abzuwarten. Die Tennis-Welt ist schließlich bekannt für ihre Traditionsverbundenheit.
Doch Gauffs Leistung auf dem Platz spricht für sich. Nach ihrem Finaleinzug in Madrid, wo sie gegen Aryna Sabalenka verlor, zeigt sie in Rom erneut ihre Klasse und kämpft sich bis ins Endspiel vor. Svitolina wird zweifellos eine harte Nuss, aber Gauffs Selbstvertrauen und ihre unkonventionelle Art, sich mit dem Sport auseinanderzusetzen, machen sie zur Favoritin. Die Zuschauer dürfen ein spannendes Finale erwarten – unabhängig davon, ob die Zählweise ihnen gefällt oder nicht.
