Gauff brennt auf dem court: feuerwerk im arm, aus in indian wells

Coco Gauff hat in Indian Wells nicht aufgegeben – sie ist regelrecht erloschen. Mit tränenden Augen und einem Arm, der sich „wie in Flammen“ anfühlte, verließ die Weltranglisten-Vierte nach 54 Minuten den Court. Die 2:6, 0:2-Pleite gegen Alexandra Eala war nur die Nebensache.

Was bleibt, ist ein beängstigendes Bild: Die 21-Jährige stemmte sich mit der rechten Hand gegen die linke, als wollte sie das Glied festhalten, bevor es sich löst. „Es war, als würde ein Feuerwerk in meinem Arm explodieren“, sagte sie später, Stimme rau, Blick leer. Selbst Aufschläge mit der Rechten schickten Schmerzwellen bis in die Schulter. Zweimal in ihrer Karriere musste sie aufgeben – das letzte Mal 2022 in Cincinnati. Die Statistik lügt nicht: Wenn Gauff geht, dann bleibt sie lange weg.

Mrt steht an, miami-comeback soll trotzdem klappen

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Die Ärzte vermuten eine nervale Komponente, keine Muskelruptur. Dennoch: Ohne linken Arm keine Top-Tennis. Gauff kündigte sofort eine MRT an, will aber in zwei Woche Miami spielen. Optimismus? Selbstschutz? Vielleicht beides. Das Turnier ist ihr Heimspiel, die Bahnen schnell, das Publikum ihr zu eigen. Doch wer schon einmal einen Nerv eingeklemmt hat, weiß: Gefühle tauschen sich nicht, Bilder schon.

Alexandra Eala, 19 Jahre alt und noch ohne Top-100-Ranking, rutschte ins Achtelfinale. Sie erntet Punkte, aber keine Freude. „Niemand will auf diese Weise gewinnen – und niemand will so verlieren“, sagte sie und blickte zur Bank, wo Gauff gerade ihre Schläger einpackte. Die Philippinin kennt Verletzungen: Ein Kreuzbandriss 2023 setzte sie monatelang außer Gefecht. Mit einem Satz bedankte sie sich beim Publikum, ohne Jubelgeheul.

Für Gauff bleibt ein Fragezeichen, das größer ist als jede Platzanlage. Seit ihrem US-Open-Triumph 2023 jagt sie den nächsten Slam, doch der Körper schreit Stopp. Die Saison ist jung, die Kalender dicht. Wer einmal brennt, dem bleibt die Asche in den Gelenken.