Gattuso schockt mit kader-geniestreich: palestra debütiert, chiesa zurück
Rino Gattuso hat die Bombe gezündet. Mit Marco Palestra nominiert der italienische Nationaltrainer erstmals den Cagliari-Verteidiger für die Playoff-Spiele gegen Nordirland – und womöglich gegen Wales oder Bosnien. Die Nachricht traf den 23-Jährigen mitten beim Frühstück, wie er später zugab: „Ich habe die Cornflakes verschluckt.“
Dabei ist Palestra nicht der einzige Überraschungsgast. Federico Chiesa kehrt nach seiner Verletzungspause zurück, Giorgio Scalvini und Niccolò Pisilli sind wieder dabei – Letzterer fehlte seit November 2024. Sandro Tonali steht trotz seiner Blessur im Champions-League-Spiel Newcastle-Barcelona auf der Liste. Die MRT-Untersuchung ergab keine ernsthaften Verletzungen.

Die 28 azzurri im überblick
Gattuso setzt auf eine Mischung aus Erfahrung und Frische. In der Abwehr rückt Palestra neben Bastoni, Calafiori und Co. ins Team. Die Rückkehr von Spinazzola nach Napoli bringt neue Impulse auf der linken Seite. Im Mittelfeld vertraut der Coach auf Barella, Frattesi und den gesundeten Tonali. Pisilli soll für Kreativität sorgen.
Im Angriff neben Chiesa auch Kean, Scamacca und Retegui – ein Trio, das für Tore stehen muss. Die erste Hürde: Nordirland am 26. März in Bergamo. Sollte es zum Finalspiel kommen, geht es am 31. März nach Cardiff oder Zenica.
Die Stimmung im Trainingslager ist angespannt, aber optimistisch. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht“, sagte Gattuso. „Aber wir haben auch die Qualität, um diesen Knoten zu durchbrechen.“ Die Fans hoffen auf ein Wunder – und auf ein Ticket für die WM 2026.
