Gasly räumt monaco-podest fünf tage nach rennen – fia kassiert strafen

Ein Grand-Prix-Sieger wurde erst in Barcelona geboren. Pierre Gasly steht fünf Tage nach dem Finisherlauf von Monaco erneut auf dem Podium – diesmal allerdings nicht an der Rennstrecke, sondern im Media Center des Circuit de Barcelona-Catalunya. Die FIA hat kurz vor dem ersten Freien Training die beiden Fünf-Sekunden-Strafen gegen den Franzosen aufgehoben und damit eine Kettenreaktion ausgelöst, die Isack Hadjar vom dritten Rang verdrängt.

Die Nachricht schlug ein wie eine Rakete. Alpine bestätigte den historischen Umschwung per Statement: „Wir haben unser Recht auf Überprüfung genutzt. Die Stewards haben die Strafen gegen das Auto #10 annulliert und Pierre die dritte Position zurückgegeben.“

Die technische bombe im hintergrund

Der französische Traditionsrennstall lieferte neue Beweise, die eine systematische Fehlmessung der Boxengassenlänge durch die FOM nahelegen. Die Konsequenz: Gaslys Alpine war nie zu schnell unterwegs, die Kontrollkameras hatten eine kürzere Strecke angezeigt als tatsächlich gefahren. Eine Millimeter-Fehlentscheidung mit Millionen-Effekt.

Damit verschiebt sich das Bild des Mittelfeld-Kampfes radikal. Gasly springt in der WM-Wertung von Platz elf auf acht und wird erstmals in dieser Saison bester Fahrer außerhalb der Top-Four-Dominanz. O-Ton Pilot: „Ich hatte keine Worte, mein Rennen war perfekt.“

Hadjar trägt die zeche

Hadjar trägt die zeche

Isack Hadjar, der nach dem ursprünglichen Monaco-Finish noch Jubelposen zeigte, muss sich nun mit Rang vier begnügen. Der 19-jährige Rookie wurde in den Medien bereits als „Prinz von Monaco“ gefeiert – die Krone sitzt nun bei Gasly.

Die FIA-Entscheidung wirft zudem Fragen auf, ob Lewis Hamilton, Oscar Piastri und George Russell ebenfalls Einspruch einlegen können. Doch das Überprüfungsfenster ist knapp, und nur Alpine schlug rechtzeitig zu.

Barcelona spricht noch von Monaco, während sich der Fahrerkreis neu sortiert. Gasly feiert seinen ersten Podestplatz im Jahr 2026 – und das, ohne einen einzigen zusätzlichen Rennkilometer zurückgelegt zu haben.